Marokko (Morocco) IV

Von Ouarzazate nach Agdz

25.02.2013 – Es war eine schöne Tour in das Draâtal. Das Gebirge Djebel Sarhro trennt die Täler von Dades und Draâ, sodass es wieder zu einer schönen Passfahrt kam, wenn auch nicht mehr so hoch. Das Oued Draâ wird bei Agdz erreicht und bildet ab hier eine 100 km lange Oasenkette bis nach Zagora. Die Strecke ist mit vielen Ksour bestückt, alte ehemals wehrhafte

Ksar im Draatal

Dörfer, die aus mehreren teilweise ineinander verschachtelten Wohnburgen (Tighremts) bestehen. Zagora, einst Startpunkt der nach Timbuktu gehenden Karawanen, ist heute in der Region der wichtigste Zielpunkt der Karawane des Tourismus, die mit ihren manchmal in Kolonne fahrenden Wohnmobilen auch als solche wirkt. Ansonsten war Zagora eine recht moderne Stadt mit schönem Wohlfühlfaktor. Den echten

Die Wüste bei M’Hamid

Wüstenfan zog es aber auf einer zunehmend schlechter werdenden schmalen Straße noch knapp 100 km hinaus nach M’Hamid, wo dann auch diese Teerstraße endete. Der kleine Ort bot schon echte Wüstenatmosphäre mit viel sandigem Wind und zunehmend wärmeren Temperaturen. Auch die ersten Dünen kamen in Sichtweite, der kleine Erg Yehoudi liegt nur 8 km entfernt. Viele organisierte Touren fahren den Erg Chigaga an,

Pass an der N9 südlich Zagora

der als sehr schön beschrieben wird. Aber dafür braucht man einen Geländewagen. Einer organisierten Tour, die überall angeboten wird, wollte ich mich nicht anschließen. Dann das Draâtal wieder zurück und eine Übernachtung in der wunderbaren “Casbah des Arts” bei Agdz. Edith, eine Freundin, die seit vielen Jahren häufig nach Marokko reist und herzlich mit dem Land verbunden ist, hatte erst im Januar über ihren Aufenthalt dort auf

“Casbah des Arts” – Agdz

facebook geschrieben. Ein Gästehaus der erschwinglichen Preisklasse vermittelt dort authentische Wohnatmosphäre in einer liebevoll renovierten alten Lehmburg. Die Zimmer sind hinter Mauern und in Türmen versteckt, die Kasbah hat ein labyrinthartiges Treppensystem und insgesamt 11 Terrassen sind über verschiedene Ebenen verteilt. Dazu die tolle Aussicht auf den Ort, die Oase und

In der “Casbah des Arts” – Agdz

den Hausberg von Agdz und das vielleicht beste Essen meines gesamten Aufenthalts zusammen mit einem hervorragenden Service. Ein unvergesslicher Aufenthalt.

Historischer Hinweis an der alten Karawanserei in Zagora

Landscape near Agdz

02/25/2013 – It was a nice tour into the Draâ Valley. The mountain Djebel Sarhro separates the valleys of Dades and Draâ, making again a nice pass ride, but not as high as the passes before. The Oued Draa is reached at Agdz and forms from here a 100 km long oasis chain to Zagora. The line is equipped with many Ksour, old former fortified villages, which consist of several partially nested residential castles (Tighremts). Zagora, once the

Old fortified house in the Draa Valley

starting point of the caravans going to Timbuktu, is now in the region the most important destination of the modern caravan of tourism, which seems with their sometimes in convoy traveling campers as such. Otherwise Zagora was quite a modern city with a nice feel-good factor. The real desert lover but moved on a gradual deterioration in the narrow street, still 100 km more out to M’Hamid, where then the last tar road ended in front of

Where the paved road ends

the real Sahara. The small village has been offering real wilderness atmosphere with plenty sandy wind and increasingly warm temperatures. The first dunes came into view, the small Erg Yehoudi is just 8 km away. Many organized tours go to the Erg Chigaga, who is described as very beautiful. But for that you need a SUV. An organized tour, that is offered everywhere, I did not agree. Then the Draâ Valley

Kids with donkey in the Draa Valley

back and an overnight stay in the wonderful “Casbah des Arts” in Agdz. Edith, a friend, who frequently travels to Morocco and is for many years connected heartly with the country, wrote in January about her stay there on facebook. A guest house of the affordable price range conveys authentic living atmosphere in a lovingly restored old clay castle. The rooms are hidden behind walls and towers, the Kasbah has a labyrinthine system of staircases and 11 terraces

“Casbah des Arts” – from highest terrace

spread over different levels. To that the great views of the village, the oasis and the mountain of Agdz and perhaps the best meal of my entire stay plus excellent service. An unforgettable stay.

“Casbah des Arts” – Agdz – view from the highest terrace

Blick auf den Erg Chebbi

02.03.2013 – Über eine lange Verbindungsetappe kam ich in die Region Tafilalet. Deren beide größeren Ortschaften Erfoud und Rissani sind die Reise nicht wert. Aber weiter südlich und inzwischen durch eine Teerstraße gut angebunden erstreckt sich im flachen Land der Erg Chebbi, eine 22 km lange und bis zu 5 km breite durch Wind geformte Dünenlandschaft, deren eindrucksvolle Hauptdünen bis zu

Dünen des Erg Chebbi

150 Meter hoch aufragen. Zwei Dörfer und ein wenig fruchtbare Oase liegen auf der westlichen Seite des Erg. Und schon eine Wanderung durch die Oase und über den ersten Dünenkamm hinweg gibt einem das Gefühl, in einer zeit- und lautlosen Einsamkeit zu sein. Ich betreibe hier keine Werbe-Webseite und man sehe mir nach, dass ich hier noch einmal ein kleines aber feines Hotelchen erwähne. Es geht alleine um Eindruck, Ambiente und

Im “Riad Aicha” – Hassilabied

Reiseerlebnis. Denn in Hassilabied, der kleineren der beiden Ortschaften am Erg Chebbi, fand ich so ein Gasthaus, bei dem wieder alles passte. Zwei Brüder betreiben dort das kleine “Riad Aicha”, das im Gedenken nach ihrer verstorbenen Mutter benannt ist. Die Fotos sprechen für sich. Mehr will ich dazu garnicht sagen. Vom Tafilalet aus ging es aber noch nicht Richtung Norden und der Heimat entgegen, denn noch hatte

Obere Todraschlucht

ich die eigentliche “Straße der Kasbahs” und die Schluchten und Flußtäler des Hohen Atlas nicht gesehen. 1.001 Kasbahs sollen angeblich die Straße zwischen Ouarzazate und Er-Rachidia säumen, und das Panorama der leicht verschneiten Gipfel des Atlasgebirges gibt es auf der gesamten Strecke dazu. Außerdem prägen drei große Schluchten die Südseite des Hohen Atlas, die jetzt mein Ziel war. Daher zuerst nach

Obere Dadesschlucht

Tinerhir (Tinghir). Es waren aber nicht die 300 Meter hoch aufragenden Felswände der Todra-Schlucht, die mich hier beeindruckten. Ich folgte einem Ratschlag und fuhr mindestens 70 km über die Todra-Schlucht hinaus in das Gebirge, wohin die Straße erst vor zwei Jahren neu angelegt worden war. Ein 2.700 m hoher Pass, Marokkos höchstgelegenes Dorf und eine atemberaubende Landschaft in einer völlig

Jenseits der Dades Schlucht

abgelegenen Gegend waren für mich wieder Lohn meiner Abenteuerlust. Ähnlich erging es mir in der Dades-Schlucht bei Boumalne. Man darf nicht nach den ersten 30 km schon umkehren, sondern muss noch einmal 50 km weiter in das Gebirge hineinfahren, um die richtig spektakulären Landschaften zu sehen. Leider wurde hier am Ende aber die Straße sehr schlecht, bis sie dann in eine mit meinem Auto nicht mehr befahrbare Piste überging. Ich hatte aber ausgereizt, was mit meinem Auto gerade noch möglich war.

Erg Chebbi bei Merzouga

Tizi’nt gharouste Passstraße im Hohen Atlas

Kasbah am Dades Fluss

Erg Chebbi near Merzouga

03/02/2013 – Over a long liaison stage I came to the region Tafilalet. Whose two major towns of Erfoud and Rissani are not worth the trip. But further south and now well connected by a paved road stretches in the flat land the Erg Chebbi, a 22 km long and up to 5 km wide landscape with sand dunes formed by wind, whose impressive main dunes rise up to 150 meters high. Two villages and a little fertile oasis are located on the western

Room in the Riad “Aicha” – Hassilabied

side of the Erg. And a walk through the oasis and beyond the first dune ridge gives you the feeling of being in a timeless and silent solitude. I don’t run here a promotional website, please accept that I mention again a nice little hotel, when I’m talking about impression, ambience and travel experience. In Hassilabied, the smaller of the two villages near the Erg Chebbi, I found such a place, in which all fitted again. Two brothers are

Old well in the region Tafilalet

operating the small “Riad Aicha”, which is named in memory of their late mother. The photos speak for themselves. That’s all I want to say at all. From Tafilalet I went but not contrary to the north and the home, because I still had not seen the actual “Street of the Kasbahs” and the gorges and river valleys of the High Atlas. 1001 Kasbahs are supposed to line the road between Ouarzazate and Errachidia, and the panorama of the slightly snowy
Hotels in der unteren Todraschlucht

Hotels in the Lower Todra Gorge

peaks of the Atlas Mountains is shown all the way. In addition three large gorges characterize the south side of the High Atlas, which was now my goal. Therefore first to Tinerhir (Tinghir). There were not the 300 meters towering cliffs of the Todra Gorge, which impressed me here. I followed a piece of advice and drove next 70 km from the Todra gorge out into the mountains, where the road had been newly created only two years

Lower Dades Gorge

ago. A 2.700 m high pass, Morocco’s highest village and breathtaking scenery in a completely secluded area were for me my salary of this adventure. A similar thing happened to me in the Dades Gorge in Boumalne. You must not turn back after the first 30 km already, but after another 50 km further into the mountains you are going to see the really spectacular scenery. Unfortunately here at the end the road is very bad, until she went into

Road in the Upper Dades Gorge

a no longer with a regular car passable piste. But I was exhausted, what with my car just was possible.

Hamada near Merzouga

Upper Todra Gorge

The road in the Upper Dades Gorge

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4 Responses to Marokko (Morocco) IV

  1. Manfred Schmidt says:

    Hallo lieber Hartmut,

    vorab erst einmal unseren herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Wir wünschen Dir für die nächsten Jahre nicht nur viel Gesundheit, sondern auch noch eine Vielzahl interessanter Reiseziele und immer eine unfallfreie Fahrt.
    Bis zu einem nächsten Treffen alles Gute

    Lotti und Manfred

    • Hartmut says:

      Hallo Lotti, hallo Manfred,

      vielen Dank für die Glückwünsche. Ich habe im Moment etwas in Vorbereitung, melde mich aber noch einmal vor der nächsten Tour.

  2. Gudi & Hans says:

    Hallo Hartmut,
    nachträglich ganz herzliche Glückwünsche zum Geburtstag. Wir wünschen Dir alles ,alles Gute , beste Gesundheit, damit Du weiterhin als Globetrotter unterwegs sein kannst und immer gute Einfälle in schwierigen Situationen.
    Dein Geburtstag steht bei uns dick im Kalender, aber trotzdem haben wir es nicht rechtzeitig geschafft. Bei uns ist alles im grünen Bereich.
    Liebe Grüße
    Gudi & Hans

    • Hartmut says:

      Freut mich sehr von Euch zu hören. Vielen Dank für die Geburtstagsgrüße und -glückwünsche. Bei mir ist auch alles okay. Im Reiseleben stehen große Veränderungen an. Warte noch zwei bis drei Wochen, dann werde ich auf der Webseite darüber berichten.
      Bis demnächst mal wieder.
      Schöne Grüße,
      Hartmut

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