Croatia II

I love Croatia

Rekunstruktion des Diokletianspalasts

03.10.2012 – Ich liebe alte Städte und Altstädte. Eine Krönung von beiden findet man in Split, der “Hauptstadt Dalmatiens”. Zwar eine Großstadt, hat sie aber in der Altstadt eine Atmospähre und einen Charme, der sie zu einem “Muss” an der Adriaküste macht. Die östliche Hälfte der Altstadt wird vom Diokletianspalast eingenommen, von dem aus sich die Stadt entwickelt hat Der Diokletianspalast ist ein antiker

Hafen und Diokletianspalast – Split

und im Laufe der Zeit vielfach umgebauter Baukomplex, der als Altersruhesitz für den römischen Kaiser Diokletian diente. Er stammt aus dem frühen 4. Jahrhundert. Westlich daran schließt sich die mittelalterliche Stadterweiterung an. Direkt am Meer an der Altstadt liegt die Riva, die Flaniermeile. Fast noch schöner als “normale” Altstädte sind in Kroatien, wie in Montenegro, “befestigte” Altstädte. Die romanische Stadt Trogir, nur 25

Trogir

km nördlich von Split, stellt den am besten erhaltenen romanisch-gotischen Komplex dar. In dem mittelalterlichen, von Stadtmauern umgebenen historischen Stadtkern befinden sich ein erhaltenes Schloss, ein Turm, etwa zehn Kirchen und eine Reihe von Wohnhäusern und Palästen aus den Perioden der Romanik, Gotik, Renaissance und des Barock. Heute wird Trogir von Touristen und der auf Touristen zugeschnittenen

Wasserfall im Krka Nationalpark

Infrastruktur dominiert. Aber kaum irgendwo sonst wird Gastronomie so stimmungsvoll angeboten wie hier. Zur Abwechslung folgt dann mal wieder Natur, nämlich der Krka-Nationalpark mit seinen bekannten Wasserfällen. Für mich ist Krka der kleine Bruder der Plitvicer Seen, denn es gibt gewisse Ähnlichkeiten. Da ich Plitvice in diesem Jahr vielleicht nicht sehen werde, hier per Foto ein Eindruck vom Krka

Altstadt von Nin

Park. Wer kroatische Küstenlandschaften mag, muss auch die Inseln mögen. Auf Murter und Vir war ich nur auf der Durchreise., Die Altstadt Nins, wieder so eine kleine bezaubernde Altstadt, liegt in einer Lagune auf einer kleinen durch einen künstlichen Kanal geschaffene Insel, die über zwei Brücken mit dem Festland verbunden ist. Dort steht die um 800 erbaute Sveti Križ (Heilig-Kreuz-Kirche), die “kleinste

Insel Pag und Velebit Gebirge

Kathedrale der Welt“ genannt wird. Und dann faszinierte mich zum wiederholten Male die Insel Pag. Kaum eine Insel in der Adria wirkt so karg und steinig, geradezu abweisend. Im Licht einer tiefstehenden Abendsonne war jedoch Pag, vor allem im Norden, erneut eine Faszination.

Insel Pag

Diokletianspalast – Altstadt von Split

10/03/2012 – I love old towns and their city centers. The crowning achievement of both can be found in Split, the “Capital of Dalmatia”. Although a large city, but it has in the Old Town an atmosphere and charm, that makes it to a “must” on the Adriatic coast. The eastern half of the Old Town is occupied by the Diocletian’s Palace, from which the city has developed. The Diocletian’s Palace is an old and over time often converted building complex, which

Trogir

served as a retirement home for the Roman emperor Diocletian. He dates from the early 4th Century. West of the palace is the medieval city expansion. Situated on the seafront of the Old City is the Riva, the promenade. Almost more beautiful than “normal” old towns are in Croatia, such as Montenegro, “fortified” town centers. The Roman city of Trogir, just 25 km north of Split, is the best-preserved Romanesque-Gothic complex. In

Klosterinsel Visovac – Krka Nationalpark

the medieval historic city center, surrounded by city walls, are preserved a castle, a tower, circa 10 churches and a number of homes and palaces from the Romanesque, Gothic, Renaissance and Baroque period. Today Trogir is dominated by tourists and tailored to tourist infrastructure. But hardly anywhere else restaurants will be offered in such a beautiful atmosphere. For a change, then again is following nature, namely

Sveti Jakova Kathedrale – Šibenik

the Krka National Park with its famous waterfalls. For me, Krka is virtually the little brother of the Plitvice lakes, because there are some similarities. Since I will not see Plitvice this year perhaps, here is a photo impression of the Krka park. Who likes Croatian coastal landscapes will also like the islands. Murter and Vir I was just passing through. The Old Town of Nin, again such a charming Old Town, is situated in a lagoon on a

Heilig Kreuz Kirche in Nin

small island created by an artificial canal, which is connected by two bridges to the mainland. There is the Holy Cross Church, built around 800 AD, “the smallest cathedral in the world”. And then was fascinating me once more the island of Pag. Hardly an island in the Adriatic seems so barren and stony, downright repellent. In the light of a low-lying sun, however, was Pag, especially in the north, again a fascination.

Pag und Velebit Gebirge

Steiniges Pag

Stadt Pag

Sonnenuntergang im Norden von Pag

Velebitgebirge

07.10.2012 – Der Abschied von Pag brachte weitere großartige Panoramen, denn jetzt ging es zum Velebitgebirge. Auf dem Weg die adriatische Küste entlang nach Norden hat man die dramatischsten Karstlandschaften, die Kroatien zu bieten hat, jetzt zu beiden Seiten der Straße. Links hat man die Ostküste der Insel Pag und später der Insel Rab, wie die gesamte kroatische Küste bereits im Mittelalter abgeholzt, die völlig

Hafen Karlobag und Insel Pag

kahl ist. Die Vegetation wird sich unter den vorherrschenden Witterungsbedingungen hier nie wieder zu Buschland oder Wald auswachsen. Das verhindert die Bora, die zu bestimmten Jahreszeiten als sehr starker und kalter Fallwind von den Bergen des festlandseitig gelegenen Velebitgebirges über die Ostküsten der vorgelagerten Inseln bläst. Ich erinnere mich noch an meine erste Tour hier vor 40 Jahren. Der

Abendstimmung in Rab

Eindruck der erschreckend kahlen Schönheit dieser Region hat mich nie mehr losgelassen. Von der Küstenstraße weg fuhr mich eine Fähre zur nördlich von Pag gelegenen Insel Rab. In Rab sieht man die durch die Bora verursachten Vegetationsunterschiede wieder. Die Ost- und Südküste der Insel ist völlig kahl. Die Mitte und die Westseite der Insel strotzen vor Vegetation und überall sieht man

Hafen Misnjak – Insel Rab

landwirtschaftliche Anbaufläche mit reichen Früchten. Die Stadt Rab bietet mit vier markanten Türmen, die in einer Reihe stehen, ein sehr schönes Stadtbild. Mein Aufenthalt blieb jedoch auf eine Nacht und einen Vormittag beschränkt, zumal ich Rab schon kannte. Meine Verabredung bei Pula in Istrien zur Segelwoche rückte jetzt näher. Zurück auf dem Festland bin ich daher nur noch die enge und kurvenreiche Panoramastraße zum

Gebirgsstraße im Velebit

Pass im Nationalpark Nördlicher Velebit rauf- und runtergefahren. Danach ging es direkt nach Istrien. Bei Hum habe ich übernachtet. Hum steht im Guiness Buch der Rekorde als die “Kleinste Stadt der Welt”. Allerdings ist die Einwohnerzahl in den letzten Jahren stark gestiegen – von ehemals 11 auf nunmehr 24. Wie lange wird Hum also die kleinste Stadt der Welt bleiben? Dann zur Marina nach Pula und mit

Hum (Istrien)

Freunden auf eine 49-Fuß Segelyacht. Vom Segeltörn werde ich bald berichten.

Festung Nehaj – Senj

Dorf im Velebitgebirge

10/07/2012 – The departure from Pag brought more great panoramas, because now it went to the Velebit. On the way on the Adriatic coast to the north you have the most dramatic karst landscapes, that Croatia has to offer, now on both sides of the road. The left one has the east coast of the island of Pag and later of Rab, which is, as the entire Croatian coast deforsted in the Middle Ages, completely bald. The vegetation will under the prevailing weather conditions here

Küste an der Adria Magistrale

never grow into bush or forest. This prevents the Bora, which at certain seasons is blowing as a very strong and cold fall wind from the mountains of the mainland to the east coast of the islands. I still remember my first trip here 40 years ago. The impression of the shockingly barren beauty of this region has never left me. Away from the coastal road a ferry drove me to the north Pag island located island Rab. In Rab you can see the differences in vegetation caused by

Bergstraße bei Karlobag

the Bora again. The east and south coast of the island is completely bald. The center and the west side are full of vegetation and everywhere you see arable land with rich fruits. The town of Rab offers four distinctive towers, which stand in a row, a very beautiful town panorama. My stay was limited, however, on one night and a morning, especially since I already knew Rab. My appointment at Pula in Istria for the sailing week moved closer now. Back on the mainland, I

Abendstimmung in Rab

have driven only the narrow and winding scenic Pass road to the National Park Northern Velebit up and down. Then it went directly to Istria. I’ve stayed at Hum. Hum is in the Guinness Book of Records as the “smallest town in the world”. However, the population has risen sharply in recent years – up from 11 in former times to 24 now. How long will therefore remain Hum the smallest town in the world? Then to the marina to Pula and with friends on a 49-foot yacht. From the sailing trip I will report soon.

“Hauptstraße” in Hum – der kleinsten Stadt der Welt

Segeln in Istrien/Sailing in Istria

Segeln in Istrien

Die Crew/The crew

Alfred – Skipper

Reinhard (I) – Navigator

Hinrich – Smutje

Carlos

Reinhard (II)

Captain Morgan

Das Boot – eine Bavaria 49 – bei Pula

16.10.2012 – Ich bin bereits zuhause, will aber noch von dem Segeltörn berichten. Alle Freunde aus Deutschland waren gut an der Marina bei Pula angekommen. Es gab große Freude über das Wiedersehen. Wir waren nun zu sechst und in dieser Besetzung zum vierten Mal gemeinsam auf einem Segeltörn. 49-Fuß – so ein großes Schiff hatten wir noch nie. Es war aber schon acht Jahre alt und mit ein paar kleinen Mängeln behaftet.

Rovinj

Bis auf Hinrich, der nachts auf den Sitzbänken der Kombüse schlief, hatte jeder eine eigene Kabine. Aufgrund der Windverhältnisse wurde eine Route gewählt, die wir im Herbst 2005 schon einmal gesegelt waren – die istrische Küste rauf und runter. Diese Küste ist geprägt von einer auf Segler zugeschnittenen Infrastruktur in wunderschönen kleinen Städten, außerdem von großartigen Panoramen. Leider sind inzwischen

Hinrich macht Erbsensuppe mit Kassler

die Liegegebühren in den Marinas ziemlich teuer geworden. Das gilt besonders für das venetianisch geprägte Rovinj, das in jeder Hinsicht ein Juwel an der Küste ist. Überthront wird die Altstadt von der Kirche Sveta Eufemija aus dem 18. Jahrhundert. Wahrzeichen der Stadt ist der auf dem höchsten Punkt der ehemaligen Insel stehende Kirchturm, dessen Vorbild der Campanile in Venedig ist. Ich war jetzt etwa zum sechsten

Marina in Piran (Slowenien)

Mal in Rovinj, kann mich aber an dieser Stadt immer noch nicht sattsehen. Um nach dem teuren Aufenthalt in Rovinj die Bordkasse zu schonen, ankerten wir während der nächsten Nacht in einer Bucht in der Nähe von Novigrad. Statt Restaurantbesuch gab es Hinrichs Erbsensuppe mit Würstchen. Hinrichs verfeinerte Dosengerichte sind schon legendär an Bord. Nachdem die Segeltour bei schönem Wetter und gutem Wind

Kartenspiel bei Flaute

begonnen hatte, trübte es sich aber am Folgetag ein und der Wind ließ nach. Nur noch teilweise unter Segeln und bei Flaute schon mit Motor fahrend umrundeten wir die Nordspitze von Istrien, um eine Nacht im slowenischen Piran zu verbringen. Piran hat aufgrund seiner Lage auf einer kleinen Halbinsel und seiner venetianischen Architektur eine Ähnlichkeit mit Rovinj. Für die nächsten zwei Tage stellte sich

Einfahrt nach Vrsar

jedoch kein Segelwetter mehr ein. Soviel Flaute war noch nie auf unseren Törns. Wir liefen spät aus und warteten auf See auf Wind. Da sich dieser nicht einstellte, spielten wir Skat oder Mau-Mau, bevor wir jeweils spätnachmittags die nächsten Häfen Novigrad und Vrsar anliefen. Der Aufenthalt in Vrsar brachte noch einmal kulinarische Abwechslung, denn nicht weit von der Stadt entfernt liegt die bekannte “Spanferkelstraße”. Zwei

Das war kein alkoholfreier Törn

hinter der Küste liegende Dörfer profitieren vom Tourismus durch ein besonderes Angebot. Ihre Restaurants bieten Spanferkel oder gebratenes Lamm direkt vom Grill. Meine Mitsegler waren begeistert; ich sowieso. Erst auf der letzten Etappe kam wieder Wind auf und so ging es unter vollen Segeln zurück nach Pula. Heute machten sich die Vorteile des großen Schiffs bemerkbar, denn “Länge läuft”. So machte Segeln richtig Spaß. Nach

Zurück unter vollen Segeln

dem Abschied von meinen Freunden, die direkt nachhause fuhren, wollte ich in mehreren kleinen Etappen fahren. So kam ich nach erneuter Fahrt über Rovinj und Piran in das slowenische Idrija, dessen historisches Quecksilberberkwerk in diesem Jahr das UNESCO-Prädikat bekam und auf die Welterbeliste gesetzt wurde. Dann war ich noch im spektakulär schön gelegenen Hallstatt im österreichischen Salzkammergut. Als ich jedoch nach einer Besichtigung das dortige Salzbergwerk verließ, hatte es sich eingeregnet. Da keine Besserung in Sicht war, entschloss ich mich zur Heimfahrt.

Delfine begleiten das Boot

Boot bei Rovinj

10/16/2012 – I’m already home, but still want to talk about the cruise. All friends from Germany had arrived safely at the marina near Pula. There was great joy at the reunion. We were now six of us and in this lineup for the fourth time on a sailing trip. Such a big ship we’ve never had. But it was already eight years old and fraught with a few small flaws. Up to Hinrich, who was sleeping at night on the benches of the galley, each had his own cabin.

Sveta Eufemija – Rovinj

Because of wind conditions a route has been selected, we were sailed in autumn 2005 before – up and down the Istrian shoreline. This coast is marked by an infrastructure tailored to sailors, beautiful small towns, also of great panoramas. Unfortunately now the costs in marinas have become quite expensive. This applies particularly to the venetian shaped Rovinj, which is in every respect a jewel on the coast. The center is dominated

Suche nach einem Ankerplatz

by the church of St. Euphemia from the 18th Century. Landmark of the city is the tower, standing on the highest point of the former island, whose model is the Campanile in Venice. I was now about the sixth time in Rovinj, but I can not see enough of this city. In order to save on the expensive stay in Rovinj the board cash, while the next night we anchored in a bay near Novigrad. Instead of eating out, Hinrichs prepared pea soup with sausage.

Hinrich macht Erbsensuppe mit Würstchen

Hinrichs refined canned food is legendary on board. After the sailing trip had started in fine weather and good wind, it clouded over and the next day the wind died down. Only partly under sail with no wind and driving even with engine we rounded the northern tip of Istria, to spend a night in Piran, Slovenia. Piran has given its location on a small peninsula and its Venetian architectural resemblance to Rovinj. For the next

Piran – Slowenien

two days wind was turned off, however, no more sailing weather. We had never so much calm on our trips. We ran out late and waited at sea for wind. Since this did not materialize, we played cards before each late afternoon we entered the nearest ports Novigrad and Vrsar. Staying in Vrsar brought again culinary diversity, because not far from the town is the famous “suckling pig road”. Two behind the coast lying villages benefit from

Novigrad

tourism through a special offer. Their restaurants feature suckling pig or roast lamb straight from the grill. My sailors were excited, and I anyway. It was only on the last stage again wind came up and it went under full sail back to Pula. Today the benefits of the great ship became evident, for “running length”. Sun Sailing was fun. After saying goodbye to my friends, who went straight back home, I wanted to go back home in several small

Zurück unter vollen Segeln

stages. So I came via Rovinj and Piran into Slovenia’s Idrija, whose historic Mercury mine this year received the UNESCO label and was placed on the World Heritage List. Then I was in the spectacularly beautiful Hallstatt in the Austrian Salzkammergut. But when I left after visiting the local salt mine, it had been raining. Since no improvement was in sight, I decided to end my trip and to drive home.

Abschiedstrunk

Besucherzähler

One Response to Croatia II

  1. Alfred says:

    Hallo Hartmut,
    ein ganz toller Bericht und noch viel schönere Bilder, echt klasse! Du bist zu beneiden, das Du so in der Weltgeschichte rumdüsen und so viele schöne Orte sehen kannst.
    Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute und noch mehr so schöne Erlebnisse.
    Viele Grüße,
    Alfred

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