Hungary, Slavonia, Serbia, Montenegro

Tokaj

21.08.2012 – Diese (kurze) Ungarnreise war anders. Zwar besuchte ich zuerst noch ein paar alte und neue Sehenswürdigkeiten. Da ich im Nordosten einreiste, lag das Weinanbaugebiet von Tokaj auf meiner Strecke. Hier wird seit Jahrhunderten ein Wein angebaut, der Tokajer, Er wird aus rosinenartig geschrumpften Trockenbeeren hergestellt, die durch Edelfäule am Rebstock eine natürliche Mostkonzentration

Dobó István tér – Eger

erfahren haben. So entsteht ein vollmundiger und honiggelber Wein mit Würze und Süße, den man vor 250 Jahren einmal “Wein der Könige – König der Weine” genannt hat. Der Aufenthalt in der kleinen Stadt Tokaj, eigentlich eher ein Dorf, war nur kurz. Interessanter fand ich die Stadt Eger. Eine alte Barockstadt, die ebenfalls in einem Weingebiet liegt, denn hier kommt der Wein mit dem Namen “Erlauer Stierblut” her. Ein

Bauernhof in der Hortobágy Puszta

kräftiger Verschnitt aus roten Rebsorten. Bei der Verteidigung der Stadt und der Burg gegen die Türken hatten die abendländischen Kämpfer alle verfügbaren Rotweinreste getrunken. Ihre Bärte und die Kleidung war vom Wein rotgefärbt und ihre Kampfkraft war stark gestiegen. Die Angreifer glaubten, die Ungarn hätten Stierblut getrunken. Dadurch verloren die Türken die Schlacht um die Stadt und der lokale Wein

Széchenyi-tér – Pécs

trägt seitdem diesen Namen. Über die Hortobagy-Puszta und Debrecen habe ich dann den Süden Ungarns durchquert. Ich fand die flache Steppenlandschaft der Großen Ungarischen Tiefebene in diesen heißen Tagen sehr eindrucksvoll. Hier gibt es noch Hirten und Herden und eine Begegnung mit ihnen, selbst aus der Entfernung, ist wie eine Begegnung mit längst vergangener Zeit. Das eigentliche Ziel meiner Reise in Ungarn war

Grabkammer – Frühchristlicher Friedhof in Pécs

allerdings der Besuch der ungarischen Partnergemeinde meines deutschen Heimatortes. Das Dorf heißt Himeshaza (Nimmesch) und liegt nicht weit von Pécs in Südungarn. Die Region ist nicht nur historisches Siedlungsgebiet sogenannter “Donauschwaben”, die vor circa 300 Jahren nach der Vertreibung der Türken in dieser Gegend als Siedler ansässig wurden. Etwa 20 Dörfern um Himeshaza wurde von Bauern und

Dorffest in Himeshaza (Nimmesch)

Handwerkern aus Osthessen, speziell aus der Fuldaer Region besiedelt. Diese Dörfer werden hier die “Stiffoller Dörfer” (Stift Fuldaer Dörfer) genannt. Man spricht und fühlt hier nicht nur Ungarisch, sondern auch ganz und gar Deutsch. Selbst nach so langer Zeit ähnelt der hier gesprochene Dialekt noch deutlich dem Dialekt der Region Fulda und der Rhön (dem Rhöner Platt). Himeshaza ist durch verschiedene teils private und teils

“Stiffoller Dorf” in Baranya – Südungarn

kommunale Initiativen Partnergemeinde von Rasdorf in Osthessen geworden. Man lädt sich gegenseitig ein und besucht sich. Ich war nicht der einzige deutsche Besucher während des dortigen Dorffestes. Andere Teilnehmer aus Rasdorf waren mit einem Reisebus gekommen und ich traf daher hier diverse Bekannte. Bevölkerung, Vereine und Dorfverwaltung von Himeshaza gaben sich große Mühe und feierten ein Dorffest mit

Lok der Gemencer Waldbahn

Kultur, Musik und Tanz. Ich glaube, es hat nicht nur mir, sondern allen deutschen Teilnehmern gut gefallen. Meine Fahrt hat mich inzwischen über Pécs, den Gemencer Wald und die Weinregion um Villány nach Osijek in der Region Slawonien in Kroatien geführt.

Széchenyi-tér mit Gazi Khassim Moschee – Pécs

Tokajer Wein

08/21/2012 – This (short) Hungary trip was different. Although I first visited a few old and new attractions. Since I entered Hungary in the Northeast, the wine region of Tokaj was on my route. Here for centuries wine has been grown, the Tokay. It is made from dried grapes shriveled like raisins, who found out by noble rot on the vine a natural must concentration. The result is a full bodied, honey-yellow wine with spice and

Minoritenkirche – Eger

sweetness, the one 250 years ago once was called “the wine of kings – the king of wines”. The stay in the small town of Tokaj, actually more of a village, was only briefly. I found the city of Eger more interesting.. An old baroque city, also located in a wine region, as here the wine is called “Bull’s Blood of Eger”. A powerful blend of red grapes. In the defense of the city and the castle against the Turks, the Western fighters had been drinking all

Ziehbrunnen – Hortobágy Puszta

available residues of the local red wine. Their beards and clothes were dyed red and their combat effectiveness was greatly increased. The attackers believed the Hungarians had been drinking bull’s blood. Thus the Turks lost the battle for the city and the local wine bears that name ever since. About the Hortobagy Puszta and Debrecen, I then crossed the southern part of Hungary. I found the flat steppes of the Great

Széchenyi-tér – Pécs

Hungarian Plain in these hot days very impressive. There are still shepherds and flocks, and an encounter with them, even from a distance, is like an encounter with the distant past. The real purpose of my trip in Hungary, however, was the visit of the Hungarian partner community of my German hometown. The village is called Himesháza (Nimmesch) and is not far from Pécs in southern Hungary. The region is not only historical

“Stiffoller Dorf” in Baranya – Südungarn

settlement area of the so called “Danube Swabians”, which after the expulsion of the Turks were resident settlers in the area. About 20 villages around Himesháza became colonized especially with farmers and craftsmen from the Fulda region. These villages here are called the “Stiffoller villages” (Diocese Fulda villages). The locals with German roots speak and feel not only Hungarian, but also entirely German. Even after all this

Ungarische Gastgeber kochen “gulyás”

time the dialect spoken here is similar yet clearly the dialect of the region of Fulda and the Rhön (the “Rhöner Platt”). Himesháza has become through partly private and partly various community initiatives partner municipality of Rasdorf in East Hesse. The citizens invite and mutually visit each other. I was not the only German visitor during the local village festival. Other participants from Rasdorf came with a coach and therefore I met here several acquaintances. Population, clubs

Dorffest in Himeshaza

and village management of Himesháza tried hard and celebrated a ceremony with culture, music and dance. I think not only me, but all German participants liked the party. My journey has now led me via Pécs, Gemenc and the wine region of Villany to Osijek in the region of Slavonia in Croatia.

Széchenyi-tér mit Gazi Khassim Moschee – Pécs – Südungarn

Tvrđa (Osijek) – Slawonien (Kroatien)

26.08.2012 – Im ostkroatischen Osijek habe ich mir nur den Stadtteil Tvrdja angesehen, den Stadtteil innerhalb der alten Festung an der Donau. Das Interesse an der Geschichte des jugoslawischen Bürgerkriegs um 1991 machte jedoch die Stadt Vukovar zum Hauptziel in Slawonien. Die seinerzeit ziemlich zerstörte Stadt ist inzwischen wieder aufgebaut. Nur an einzelnen Häusern sieht man noch Einschusslöcher, dann aber in

Bürgerkriegsfriedhof in Vukovar

großer Zahl. Die serbische Einnahme von Vukovar und der Kampf um die Stadt haben einen hohen Blutzoll gefordert. Die Stadt gedenkt der vielen Opfer mit einem würdevoll gestalteten Friedhof samt Ehrenmal und ewiger Flamme. Nicht weit von Stadt und Friedhof liegt die Gedenkstätte “Spomen Dom Ovcara”, die eng mit dem serbischen Massaker in Vukovar verknüpft ist. Hierhin, in eine Maschinenhalle eines außerhalb der Stadt gelegenen

Ehemaliges Massengrab bei Vukovar

landwirtschaftlichen Kombinats, hatten serbische Truppen und Freischärler Patienten und medizinisches Personal des Krankenhauses von Vukovar deportiert, wobei es zu Folterungen und Massenerschießungen kam. Die nächstgelegene Stelle eines von mehreren Massengräbern, in die die Opfer verscharrt worden waren, liegt nur 2 km von der Gedenkstätte entfernt. Mein Weg hat mich dann nach Serbien und

Zusammenfluss von Donau und Save in Belgrad

über Novi Sad in die Hauptstadt Belgrad geführt. Seit Südungarn waren die Temperaturen weiter angestiegen. Bei nunmehr 38 Grad Celsius im Schatten blieben meine Aktivitäten in Belgrad gering und beschränkten sich auf einen Spaziergang durch das weitläufige Gelände der ehemaligen Festung Belgrad, um den schönen Blick auf die Mündung der Save in die Donau zu genießen. Die lange Fußgängerzone rund um die Straße Knez Mihailova bot dann

Burg Golubac – Serbien

Möglichkeit für die Rast in einem populären Fastfood Restaurant mit Klimaanlage. Bereits zwei Mal war ich bei meinem Freund Milan in Bela Crkva im Osten der serbischen Provinz Vojvodina. Daher war auch die Freude beim diesjährigen Wiedersehen groß. Die schöne Kleinstadt, die einmal die südöstliche Grenze des österreichich-ungarischen Reiches markierte, hieß damals Weißkirchen und ist an mehreren Seen gelegen. Leider war die

Donautal beim Eisernen Tor

Wassertemperatur viel zu warm um noch für ein erholsames Bad zu sorgen. Südöstlich von Bela Crkva liegt jedoch einer der landschaftlichen Höhepunkte von ganz Südosteuropa, nämlich der Durchbruch der Donau durch die Südkarpaten, mit Engstellen, die den Flusslauf auf eine Breite von nur noch wenig über 100 Meter zusammendrücken. Auf der Westseite bewacht von der historischen und malerischen Festung Golubac, der

Kloster Mraconia am Eisernen Tor

“Taubenburg”, bietet der Flußlauf auf den nächsten gut 100 Kilometern grandiose Landschaften. Das kleine Kloster Mraconia auf der rumänischen Seite des Flussufers markiert die engste Stelle des “Eisernen Tores”. Ich war jetzt zum zweiten Mal hier und war ein weiteres Mal begeistert.

Festung Belgrad

Tvrđa (Osijek) – Slawonien (Kroatien)

08/26/2012 – In the eastern Croatian town Osijek I watched only the district Tvrdja, a neighborhood within the old fortress on the Danube. My interest in the history of the Yugoslav civil war around 1991 however made the city of Vukovar to the main destination in Slavonia. The once quite devastated city has been rebuilt. Only at few individual houses you can still see bullet holes, but in large numbers. The Serbian

Haus mit Einschusslöchern – Vukovar

capture of Vukovar and the battle for the city have taken a heavy blood toll. The city commemorates the many victims with a graceful landscaped cemetery, including Memorial and eternal flame. Not far from town and cemetery is the memorial “Spomen Dom Ovcara”, which is closely linked with the Serbian massacre in Vukovar. Here, in a machine hall of an agricultural conglomerate outside the city, Serbian regular and irregular troops had deported

Ehemaliges Massengrab bei Vukovar

patients and medical staff of the hospital in Vukovar. These activities were combined with torture and mass executions of circa 200 victims. The nearest of one of several mass graves, in which the victims had been buried, is only 2 km from the Memorial. My path has led me then to Serbia and via Novi Sad to the capital Belgrade. Since Southern Hungary the temperatures were increased further, now at 39 degrees Celsius

Save bei Belgrad

in the shade. My activities in Belgrade remained small and limited to a walk through the extensive grounds of the former castle of Belgrade, to enjoy the beautiful view of the confluence of the Sava and Danube rivers. The pedestrian zone around the street Knez Mihailova then offered opportunity for a cool rest in a popular fastfood restaurant with aircondition. Twice already I was at my friend Milan in Bela Crkva in the east of the Serbian province of

Burg Golubac – Serbien

Vojvodina. Hence the joy was great at this year’s reunion. The beautiful little town, that marked the southeastern boundary of the Austrian-Hungarian Empire long time ago, was once called “Whitechurch” and is situated near several lakes. Unfortunately the water temperature was too warm for a relaxing bath. But south east of Bela Crkva is one of the scenic highlights of South East Europe, namely the breakdown of the Danube through the South

Kloster Mraconia – Eisernes Tor

Carpathians with narrows, squeezing the course of the river to a width of only a little more than 100 meters. On the west side guarded by the historic and picturesque fortress Golubac, the “doves castle”, the river valley provides a good 100 kilometers of grandiose landscapes. The small monastery Mraconia on the Romanian side of the river bank marks the narrowest part of the “Iron Gate”. I was here for the second time and was once again impressed.

Burg Golubac an der Donau – Serbien

Galerius Palast – Gamzigrad – Serbien

31.08.2012 – Schon seit Belgrad fahre ich mit defekter Servolenkung. Eine Werkstatt in Bela Crkva, die mir Milan empfohlen hatte, hatte zwar einen Diagnosecomputer samt Software, konnte mir aber nicht weiterhelfen und verwies auf eine Fachwerkstatt. Am Dienstag habe ich dann in Niš eine Seat Markenwerkstatt gefunden. Diese kam zu dem Ergebnis, dass das Lenkgetriebe getauscht werden muss. Die

Žiča – Serbisch-Orthodoxes Kloster bei Kraljevo

Servolenkung wird von einem Elektromotor betrieben, der mit dem Lenkgetriebe fest und angeblich untrennbar verbunden ist. Daher zieht der Ausfall des Elektromotors den Austausch des kompletten Lenkgetriebes nach sich, was richtig teuer ist. Das Ersatzteil wurde für umgerechnet 1.073 EUR angeboten und wäre innerhalb von zwei Tagen verfügbar gewesen. Obwohl die Montagearbeit wegen niedrigerer Stundenlöhne

Kloster Studenica – Serbien

hier billiger gewesen wäre, habe ich dankend abgelehnt. Ich fahre erst einmal so weiter. Das ist zwar unkomfortabel und anstrengend, besonders in den heißen Tagen. Dafür komme ich mit trainierter Oberarmmuskulatur nach Hause. Ich hoffe, dass ich im Okt./Nov. im Internet ein gebrauchtes Austauschteil finden werde und dass mich die spätere Reparatur zuhause dann deutlich billiger kommen wird. Jetzt zu meiner Tour

Kloster Gradac – Serbien

in Serbien und zu den Sehenswürdigkeiten. Noch bevor ich in Niš war, habe ich den Galerius-Palast bei Gamzigrad besucht. Hier hat im späten 3. bis frühen 4. Jahrhundert der römische Tetrarchenkaiser Galerius unter der Bezeichnung “Felix Romuliana” seinen Altersruhesitz errichten lassen. Nach Niš bin ich dann über Kraljevo in das Tal des Flusses Ibar, wo nicht weit entfernt das Kloster Studenica liegt. Es wird als die

Ikonenmalerei im Kloster Gradac

Wiege des serbischen Königreiches angesehen. Drei Kirchen und das Refektorium (Speisesaal) sind heute noch auf dem von einer Ringmauer umgebenen Klostergelände erhalten. Die Weiterfahrt führte über das Kloster Gradac in die Stadt Novi Pazar, in deren Nähe die “Petrova Crkva” (Peterskirche) liegt. Sie ist die älteste Kirche Serbiens und wurde im 9. Jahrhundert erbaut, als die Serben das Christentum annahmen. Außerdem war ich noch im Kloster Sopoćani, dessen Fresken und Ikonen zu den schönsten serbischen mittelalterlichen Malereien zählen. Leider herrschte innen strenges Fotografierverbot. Ich bin jetzt aus Serbien ausgereist und für ein paar Tage im gebirgigen Hinterland von Montenegro, bevor es weiter in Richtung Kosovo gehen wird.

Friedhof der Petrova crkva

Friedhof der Petrova crkva

Friedhof der Petrova crkva

Galerius-Palast – Gamzigrad – Ostserbien

Mauern des Galerius-Palastes

08/31/2012 – Since Belgrade I drive with a defective power steering. A workshop in Bela Crkva, that had Milan recommended to me, had a diagnostic computer with software, but couldn’t help me and referred to a specialist workshop. On Tuesday I have found in Nis a Seat brand workshop. This concluded, that the steering gear must be replaced. The power steering system is operated by an electric motor, which is connected to the

Kloster Studenica – Serbien

steering gear unit and apparently inseparable. Therefore takes the failure of the electric motor replacing the complete steering gear, what is really expensive. The replacement part was available for the equivalent of 1.073 EUR and would have been available within two days. Although the assembly work would be cheaper due to lower hourly wages, I politely declined. I drive once so on. This is uncomfortable and stressful,

Fresko im Kloster Stdudenica

especially in the hot days. But I’m coming home with toned upper arms. I hope, that in Oct. / Nov. I can find in the Internet a used replacement part and that the repair can become much cheaper. Now to my tour in Serbia and to the sights. Even before I was in Niš, I have visited the palace of Galerius at Gamzigrad. Here in the late 3rd until the early 4th Century the Roman Imperator Galerius erected under the name “Felix Romuliana”

Kloster Gradac – Serbien

his retirement home. I went over from Nis to Kraljevo into the valley of the river Ibar, where Studenica Monastery is not far away. It is considered the cradle of the Serbian kingdom. Three churches and the refectory (dining room) are still preserved at the surrounded by a wall monastery grounds. The remaining route led across the Gradac Monastery into the city of Novi Pazar. In it’s vicinity the “Petrova Crkva” (Church of Peter)

Petrova crkva (Peterskirche) – Serbien

is located. It is the oldest church of Serbia and was built in the 9th Century, as the Serbs accepted Christianity. Besides that I was still in the convent Sopoćani, whose frescoes and icons are among the most beautiful Serbian medieval paintings. Unfortunately there was strictly forbidden to take photos inside. I have now left Serbia and spend a few days in the mountainous hinterland of Montenegro before I will go into Kosovo.

Spanferkel auf dem Grill

Gastgeber in Kolašin

04.09.2012 – Die Tage im Binnenland von Montenegro brachten vor allem großartige Natur. Montenegro ist eines der landschaftlich schönsten Länder der Welt. Leider waren die spektakulären Aussichten durch starken Dunst geprägt. Man sieht es an vielen Fotos. Es hat auch hier, wie auf den gesamten Balkan, bereits seit über zwei Monaten nicht geregnet und die Tage sind immer noch heiß. Es liegt einfach

Morača Kloster

zuviel Staub in der Luft. Ein kräftiger und länger anhaltender Regen würde der Natur gut tun und die Luft reinigen. Ich habe meine Tour hier mit einem Aufenthalt bei unglaublich netten und gastfreundlichen Zimmervermietern in Kolašin begonnen. Es war wie mit Familienanschluss. Obwohl ich nur ein Zimmer gebucht hatte, wurde ich mit Aufmerksamkeiten und mit Schinken, hausgemachtem Käse,

Tara Canyon

Kaffee, Saft, Schnaps und Obst überschüttet. Im nahen Umkreis besuchte ich das kleine Kloster Morača. Ich glaube, ich war jetzt bereits zum dritten Mal hier, aber seine Lage und seine schlichte Schönheit gefallen mir immer wieder. Nur von Ruhe kann keine Rede mehr sein. Über die nahe gelegene Durchgangsstraße braust inzwischen starker Verkehr. Die nächste Tour führte in den Biogradska Gora Nationalpark. Der

Durmitor Nationalpark

Park ist bekannt wegen seines 16 km² großen Urwalds mit über fünfhundert Jahre alten Bäumen, der sich rund um den Biogradsko See erstreckt. Er gilt als einer der ganz wenigen urzeitlichen Wälder Europas. Nachdem ich mich von meinen Gastgebern verabschiedet hatte, wobei ich ein Wiederkommen versprechen musste, machte ich mich auf den Weg in das Hochgebirge. Dabei führte der Weg durch die Tara-Schlucht. Sie hat

Durmitor Nationalpark

eine Länge von 78 km und bei einer Tiefe von bis zu 1.300 Metern ist sie die längste und tiefste Schlucht Europas. Außerdem ist sie Teil des Durmitor Nationalparks, Der Durmitor ist ein Bergmassiv im Norden Montenegros, das zum Gebirgszug der Dinariden gehört. 48 seiner Gipfel liegen höher als 2.000 Meter. Eine schmale Panoramastraße führt durch den Nationalpark. Aber diese Fahrt wurde noch getoppt mit einer

Bergstraße am Pivsko See

der spektakulärsten Gebirgsstraßen, auf der ich jemals in meinem Leben “on the road” war. Im äußersten Nordwesten Montenegros, dort wo die E782 nach Bosnien geht, ist inmitten einer grandiosen Gebirgslandschaft 1976 der Fluß Piva mit einem 220 m hohen Damm gestaut worden. Die vom Durmitor kommende Nebenstraße führt über abenteuerlich anmutende Kehren und Tunnels zum See hinunter. Hätte ich es nicht mit eigenen

Kloster Ostrog

Augen gesehen, ich hätte nicht geglaubt, dass an diesem Steilhang der Bau einer Straße möglich war. Apropos steil am Berg: Mein letztes Ziel auf dieser Etappe war das Kloster Ostrog. Das 1656 gegründete Kloster liegt knapp 40 km nordwestlich der Hauptstadt Podgorica am steilen Abhang des Prekornica-Gebirges zur Ebene des Flusses Zeta und ist eines der bedeutendsten Klöster der serbisch-orthodoxen Kirche. Jetzt soll auf meiner Route der Kosovo folgen.

Gebirgsstraße am Pivsko See – Montenegro

Morača Kloster

09/04/2012 – The days in the inland of Montenegro brought especially great outdoors. Montenegro is indeed one of the most beautiful countries in the world. Unfortunately the spectacular views were shaped by strong fumes. You see it in many photos. It was here, as in the Balkans, no rain for more than two months and the days are still hot. There is too much dust in the air. A strong and longer lasting rain

Brücke über den Tara Canyon

would be good for the nature and would clean the air. I started my tour here with a stay at an incredibly friendly and welcoming couple, which rented rooms in Kolašin. It was like being with family connections. Although I had booked only a room, I was overwhelmed with attentions and with ham, homemade cheese, coffee, juice, and apple. From here I visited the small monastery Morača. I think I was now the third

Durmitor Nationalpark

time here, but its location and its simple beauty attract me again and again. But there is no longer the peace, which has been before. The nearby thoroughfare now roars heavy traffic. The next tour was in Biogradska Gora National Park. The park is known because of his 16 square kilometers forest with more than fivehundred years old trees, which extends around the lake Biogradsko. He is considered as one of the very few primeval forests in

Durmitor Nationalpark

Europe. After I had taken leave of my hosts, and I had to promise a coming again, I made my way into the high mountains. Here the road passed through the Tara Canyon. The canyon has a length of 78 km and at a depth of up to 1.300 meters, it is the longest and deepest in Europe. It is also part of the Durmitor National Park, The Durmitor is a mountain range in northern Montenegro, part of the mountains of the Dinarides. 48 of

Gebirgsstraße am Pivsko See

its peaks are higher than 2.000 meters. A narrow scenic road winds through the national park. But this trip was topped with one of the most spectacular mountain roads, on which I’ve ever been in my life “on the road”. In the extreme north-west of Montenegro, where the E782 goes to Bosnia, surrounded by magnificent mountain scenery 1976 the river Piva has been jammed with a 220 m high dam. The from the Durmitor

Kloster Ostrog

coming branch road leads in adventurous-looking bends and tunnels down to the lake. Had I not seen it with my own eyes I would not have believed, that on this steep slope the construction of a road was possible. By the way steeply on the Mountain: My ultimate goal at this stage was the Ostrog monastery. The monastery, founded in 1656, is located about 40 km northwest of the capital Podgorica on the steep slope of the Prekornica Mountains to the plane of the Zeta River and is one of the most important monasteries of the Serbian Orthodox Church. Now on my route shall follow the Kosovo.

Kloster Ostrog – Montenegro

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3 Responses to Hungary, Slavonia, Serbia, Montenegro

  1. Erika Nophut says:

    Hallo Hartmut,

    ich wünsche Dir ein schönes, multikulturelles Sommerfest bei herrlichem Wetter.
    Feiert schön!
    Gruß Erika

  2. Melanie Eicher says:

    Hallo Hartmut (?),

    ich bin aufgrund von Recherchen nach der frühchristlichen Katakombe von Pècs auf deine Seite hier gestoßen und muss unbedingt einen Kommentar hinterlassen. Hab leider nun nicht die Zeit deine Berichte zu lesen aber die Bilder hinterlassen einen tollen und professionellen Eindruck! Nur weiter so! Mehr solcher Bereisende braucht die Welt! Wär interessant zu wissen wie du sie gemacht hast. Vielleicht mit einem Motorrad?
    Alles Gute weiterhin fremderweise,
    Melanie

    • Trotamundo says:

      Hallo Melanie, freut mich, dass Dir meine Seite und die Fotos gefallen. Vielleicht hast Du ja gelegentlich mal Zeit zum weiterlesen oder die Zeit, Dir einfach nur die vielen anderen Fotoseiten auf diesem Blog anzusehen. Ich reise weitaus überwiegend mit dem eigenen Auto, ansonsten mit Mietwagen. Außerdem habe ich schon ein paar schöne Bahnreisen gemacht. In Südamerika war eine von meinen Reisen eine Busreise, außerdem war ich im letzten Winter in Sri Lanka mit Bussen unterwegs. Schau mal wieder rein. Auch die anderen Seiten könnten Dir gefallen. Schöne Grüße, H.

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