France I

Dies ist die Fortsetzung meiner Reise in Belgien.

Rathaus und Belfried in Arras

14.04.2012 – Ich reise nunmehr seit Tagen auf Nebenstraßen durch den Norden und Nordwesten Frankreichs. Dabei vermeide ich gebührenpflichtige Autobahnen und stelle fest, dass ich bei gemütlicher Fahrt viel mehr von der schönen Landschaft sehe und dabei außerdem Sprit spare. Nach Arras mit Rathaus, Belfried und alter Festung habe ich mir Amiens angesehen, dessen hochgotische Kathedrale zu den bedeutendsten

Fenster in der Kathedrale von Amiens

in Frankreich zählt. Dann hatte ich einen kurzen Aufenthalt im Wald von Compiegne, um einen Hauch von deutsch-französischer Weltkriegsgeschichte aufzunehmen. In einem Eisenbahn-Salonwagen wurden hier im Nov. 1918 die Kapitalution Deutschlands am Ende des Ersten Weltkriegs und im Juli 1940 die Kapitulation Frankreichs während des Zweiten Weltkriegs unterzeichnet. Ich entschloss mich, von hier aus Paris

Tour César - Provins

im Süden zu passieren, denn ich wollte Orte sehen, die ich bisher noch nicht kannte. So kam ich in die mittelalterliche Stadt Provins, die an ihrer Westseite noch von der alten Festungsmauer umgeben ist. Danach lag das königliche Schloss Fontainebleau an meiner Strecke. Es ist gleich nach Versailles, das ich auf früheren Reisen bereits gesehen hatte, das zweite bedeutende Schloss Frankreichs. Seine Geschichte beginnt mit König Franz

Royal Chateau de Fontainebleau

I. circa 1528 und endet mit Napoleons Gang in das Exil in 1814. Schloss Fontainebleau wird weniger für seine Architektur gelobt, sondern für seine Innenausstattung. Hier wurden über Jahrhunderte hinweg italienische Architekten und Künstler beschäftigt, die ein großartiges Zeugnis des gehobenen Geschmacks ihrer Zeit schufen. Schon lange wollte ich einmal nach Rouen im Tal der nordwestlich von

Rouen

Paris in großen Schleifen fließenden Seine. Rouen ist die alte “normannische” Metropole, die bereits im Jahr 876 von dem Wikinger “Rollo” zu seiner Hauptstadt gemacht wurde. Rouen ist heute noch eine der großartigsten spätmittelalterlichen Städte Europas. Historische Städte und großartige Landschaften machen einen guten Teil meiner Reiseinteressen aus. So bin ich zur Zeit an der “Cote d’Albatre”, der spektakulär steilen Kreideküste der nordöstlichen Normandie.

Cote d'Albatre

Cote d'Albatre

Cote d'Albatre

Continuation of my trip to Belgium.

Stadtmauer von Provins

04/14/2012 – I now travel for days on back roads through the north and north-western France. I avoid toll roads and realize, that I see a lot more of a comfortable ride to the beautiful landscape while also save fuel. I have seen Arras with city hall, Belfry and old fort and have seen Amiens. The High Gothic Cathedral is one of the most important in France. Then I had a short stay in the Forest of Compiegne, to include a touch of

Königliches Schloss Fontainebleau

French-German World War history. In a railway saloon car were here signed in Nov. 1918 the capitulation of Germany at the end of World War I and in July 1940 the capitulation of France during World War II. I decided to pass Paris in the south, because I wanted to see places I never knew before. So I came to the medieval town of Provins, which is still surrounded on the west side of the old fortress walls. After that the Royal Palace of

Rouen

Fontainebleau was on my way. Next to Versailles, which I had seen on previous trips already, it is the second major chateau in France. His story begins with King Francis I. about 1528 and ends with Napoleon’s passage into exile 1814. Chateau Fontainebleau is less praised for its architecture but for its interior. Here have been busy for centuries Italian architects and artists, who have created a great testimony of the upscale tastes of

Le Gros Horloge - Rouen

their time. For a long time I wanted to visit Rouen in the valley of the Seine, which is north-west of Paris flowing in large loops. Rouen is the old “Norman” Metropolis, already in 876 “Rollo the Viking” made it his capital. Rouen is still one of the finest late medieval cities in Europe. Historic towns and spectacular landscapes make up a good part of my travel interests. I am currently at the “Côte d’Albâtre”, the spectacular steep chalk cliffs of the north-eastern Normandy.

Royal Chateau de Fontainebleau

Royal Chateau de Fontainebleau

Royal Chateau de Fontainebleau

Kathedrale von Rouen

Le Havre

17.04.2012 – Über Le Havre habe ich die Region “Calvados” durchquert und Cherbourg im Norden der Halbinsel Cotentin erreicht. Ich bin zu Gast bei Yves und Odile, die nicht nur mit Leidenschaft “Couchsurfing”-Gastgeber sind, sondern auch gute Freunde. Wir trafen uns letztes Jahr schon einmal in der Region Nürnberg. Ich fühle mich herzlich willkommen. Odile kocht und backt Spezialitäten der Normandie und Yves holt aus seinem beeindruckenden Weinkeller eine gute Flasche nach der anderen heraus. Bei strahlendem Wetter, aber immer noch kühlen Temperaturen, habe beide mir gestern die historischen Strände der alliierten Invasion vom Juni 1944 an der Cote de Nacre gezeigt. Wer die Filme “Der längste Tag” oder “Der Soldat James Ryan” gesehen hat, wird eine

Deutscher Soldatenfriedhof bei La Combe

Vorstellung über die alliierte Landung in der Normandie und die nachfolgende Schlacht haben, die den Beginn der Befreiung Europas von der Naziherrschaft markiert. Die Region ist geprägt von stillen Küstendörfern mit ihren zahllosen Kriegsmuseen, Bunkeranlagen und Soldatenfriedhöfen. Auf sämtlichen Soldatenfriedhöfen in der Normandie sind insgesamt 100.000 Soldaten bestattet. Gefallen sind weit über 200.000. Der deutsche

Amerikanischer Soldatenfriedhof am "Omaha Beach"

Soldatenfriedhof liegt bei La Cambe. Mit kleinen dunklen Steinkreuzen unter lichtem Baumbestand ist eine wunderbar friedliche Atmosphäre geschaffen worden. Hier liegen über 21.000 deutsche Soldaten gefallen. Sie waren überwiegend kaum älter als 20 Jahre. Der mit 9.386 strahlend weißen Kreuzen aus Carrara-Marmor bestückte amerikanische Soldatenfriedhof liegt auf einem Hügel oberhalb von “Omaha Beach”, dem am härtesten umkämpften Strand

Pointe du Hoc

abschnitt an der ganzen Invasionsküste. Auffallend viele internationale Besucher bewegten sich in den langen Reihen der Gräber. Am schönen Strandabschnitt ist jedoch wieder Ruhe eingekehrt und die Natur hat in den Dünen wieder die Oberherrschaft gewonnen. Beeindruckt hat mich außerdem die mit Bombenkratern übersäte Landschaft an der Landspitze “Pointe du Hoc”. Hier hatte die deutsche Armee einen Beobachtungsposten und Geschützstellungen. Alleine deren Eroberung erforderte Hunderte von Todesopfern.

Deutscher Soldatenfriedhof bei La Cambe

Monument für einen amerikanischen Fallschirmjäger

04/17/2012 – Via Le Havre I have traversed the region “Calvados” and have reached Cherbourg in the north of the Cotentin peninsula. I am a guest at Yves and Odile, who are not only passionate “CouchSurfing” hosts, but also good friends. We met already last year in the Nuremberg region in Germany. I feel very welcome. Odile cooks and bakes specialties of Normandy and Yves gets out of his impressive wine cellar one by one bottle. In bright

Weg der Freiheit - 1944 - KM 0

weather, but still cool temperatures, both have shown to me yesterday the historic beaches of the Allied invasion in June 1944 at the Cote de Nacre. Whoever has seen the movies “The Longest Day” or “Saving Private Ryan” will have an idea of ​​the Allied landing in Normandy and the following battle, that marked the beginning of the liberation of Europe from Nazi rule. The region is characterized by quiet coastal villages with their

Deutscher Soldatenfriedhof bei La Cambe

numerous war museums, bunkers and military cemeteries. In all military cemeteries in Normandy a total of 100.000 soldiers are buried. There were fallen more than 200.000. The German cemetery is located at La Cambe. With small dark stone crosses under sparse trees a wonderfully peaceful atmosphere has been created. Here are buried more than 21.000 German soldiers. They were mostly not older than 20 years. The with

Amerikanischer Soldatenfriedhof am "Omaha Beach"

9.386 gleaming white crosses in Carrara marble designed American cemetery is located on a hill above the “Omaha Beach”, the most competitive beach section on the whole invasion coast. A conspicuous number of international visitors were moving between the long rows of graves. On the beautiful stretch of beach peace has returned again and in the dunes nature has regained supremacy. What impressed me also was the with bomb craters littered

Kraterlandschaft am "Pointe du Hoc"

landscape at the “Pointe du Hoc”. Here the German army had an observation post and gun emplacements. Capturing this key position during the invasion required hundreds of dead soldiers on both sides.

"Omaha Beach" - Normandie

Amerikanischer Soldatenfriedhof am "Omaha Beach"

Kap La Hague

23.04.2012 – Nach dem Abschied von meinen Couchsurfing-Gastgebern hätte ich eigentlich strenge Diät machen müssen. Die französische Küche ist jedoch so verführerisch, dass das nicht durchzuhalten ist. Ich habe noch eine Tour zum Kap La Hague gemacht, das im Norden der Halbinsel Cotentin wieder eine eigene landschaftlich sehr reizvolle Halbinsel bildet. Das Wetter ist jetzt äußerst wechselhaft und

Mont Saint-Michel

ändert sich regelmäßig alle 20 bis 30 Minuten. Von strahlendem Sonnenschein über heftigen Regen ist jetzt alles dabei, sogar hin und wieder Hagelschauer. Die Normandie habe ich mit dem Besuch des Mont Saint-Michel abgeschlossen. Obwohl die Umgebung eher Großbaustelle genannt werden muss, ist der Klosterberg optisch eine Augenweide. Daher stelle ich ein paar Fotos mehr ein. Sie sind zum

St.-Malo

genießen. Ich fand den abendlichen Besuch sehr reizvoll, denn da waren die Menschenmassen weg und die Beleuchtung der Monumente schaffte eine eigene zauberhafte Atmospäre. Ich bin jetzt in der Bretagne. Habe dort wieder die alte Festungsstadt St.-Malo besucht. Der Gang auf der Festungsmauer rund um die Altstadt bietet nicht nur schöne Blicke, sondern ganze Panoramen. Und schon die ersten 100 Kilometer an der bretonischen

Fort La Latte

Küste entlang lassen erahnen, dass die Bretagne ein besonders schöner Landstrich ist. Wäre nur das Wetter besser und kämen nicht dauernd Regenschauer dazwischen (vom kalten Wind mal abgesehen), könnte man sich kaum eine Region vorstellen, wo die Abfolge von meerumtosten hohen Felsenklippen, ausgeprägten Wattlandschaften in den großen Meeresbuchten und ebenso langen wie breiten Sandstränden

Couchsurfing mit Annarita, Larissa & Dan

spektakulärer ist. Ich hoffe, einige Bilder vermitteln einen Eindruck. Ich bin jetzt wieder couchsurfen, und zwar bei Annarita in Saint-Brieuc. Wir kannten uns zwar vorher nicht, haben aber jede Menge gemeinsame Freunde und Bekannte. Annarita hat ein offenes Haus und am Wochenende waren auch noch Dan aus Kalifornien und Larissa aus Brasilien zu Gast. Also – wer sich für “Couchsurfing” interessiert – einfach mal reinschauen bei www.couchsurfing.org – oder mich fragen – ich antworte und helfe gerne.

Mont Saint-Michel

Mont Saint-Michel

Mont Saint-Michel

Mont Saint-Michel

Mont Saint-Michel

Mont Saint-Michel

Bucht bei Kap La Hague

04/23/2012 – After saying goodbye to my Couchsurfing hosts, I’d actually have to make a strict diet. But the French cuisine is so seductive, that it is unsustainable. I made another trip to the Cape of La Hague, which forms in the north of the Cotentin peninsula its own scenic peninsula. The weather is now very unsettled and changes every 20 to 30 minutes. From bright sunshine to heavy rainfall everything is possible, even now

Mont Saint-Michel

and then hail. I finished my stay in the Normandy with the visit of the Mont Saint-Michel. Although the environment looks like a rather large construction site, the monastery mountain is visually a delight. So I present to you a few more photos. Enjoy. I found the evening visit very attractive, because there were the crowds away and the lighting of the monuments created a magical own atmosphere. I am now in Brittany. There I have

St.-Malo

revisited the old walled city of St. Malo. The walk on the ramparts around the town offers not only beautiful views, but all the panoramas. And on the first 100 kilometers of the coast you can guess, that Brittany is a particularly beautiful stretch of land. If only the weather would be better and would not keep rain in between (from the cold wind apart), one could hardly imagine a region, where the sequence of

Strand und Watt bei Cancale

roaring waters around high rocky cliffs, strong tidal environments in the gulfs and long and wide sandy beaches could be more spectacular. I hope some pictures give an impression. I’m couchsurfing again, with Anna Rita in Saint-Brieuc. We didn’t know each other before, but have a lot of mutual friends and acquaintances. Anna Rita has an open house. During the weekend she hosted also Dan from California and Larissa from Brazil. So – everyone who is interested in “couchsurfing” – just check out at www.couchsurfing.org – or ask me – I will answer and help you.

Strand bei St.-Malo

Austern aus Cancale

Meeresfrüchte aus der Bretagne

Kap Frehel

Besucherzähler

2 Responses to France I

  1. Erika Nophut says:

    Einfach wunderschöne Bilder und Eindrücke über die Bretagne. Ein Landstrich zum Verlieben.
    Dir weiterhin eine schöne Reise und liebe Grüße – Erika

    • Trotamundo says:

      Dabei bin ich gerade erst am Anfang meiner Tour durch die Bretagne. Wenn das Wetter hält, was es im Moment allerdings nicht tut, kommen noch mehr und noch spektakulärere Bilder. Liebe Grüße zurück.

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