Tamil Nadu, Kerala (India)

Dies ist die Fortsetzung des Reiseberichts aus Sri Lanka in 2011.

This is the continuance of the travel story about Sri Lanka in 2011.

Ganesha - Pondicherry

Brihadishwara-Tempel

09.01.2012 – Air India Express, der Billigableger der großen “Air India”, überraschte mich mit einem angenehmen Flug von Colombo in Sri Lanka nach Chennai, der Hauptstadt des südindischen Bundesstaates Tamil Nadu. Ich war vor 16 Jahren schon einmal hier. Damals trug die Stadt noch den Namen Madras und sie war die letzte Station meiner ersten Indienreise. Ich ließ daher die Stadt Chennai wie auch die Tempel

Brihadishwara-Temple

von Mahabalipuram, die ich ebenfalls schon gesehen hatte, buchstäblich links liegen und fuhr mit einem Bus sogleich nach Pondicherry (Puducherry). Pondicherry ist ein kleines bisschen anders als andere indische Städte. Die Stadt und die Region waren einmal französisch und diese Historie prägt Pondicherry noch ein klein wenig. Das alte französische Viertel blüht gerade wieder auf und hat eine paar nette

Tempeldiener

Gasthäuser. Filterkaffee, Croissants und französisch angehauchte Küche bieten nach einem Monat Südasien eine willkommene Abwechslung. Vier Tage zuvor war jedoch ein Zyklon durch die Region gezogen und hatte einige Schäden in Form von umgestürzten Bäumen und zusammengebrochenen Mauern hinterlassen. Der Aufenthalt in Pondicherry war nur kurz. Es zog mich eher nach Thanjavur, seiner eindrucksvollen

Brihadishwara-Tempel

Tempelanlage wegen. Zusammen mit zwei anderen Tempeln der Region steht der atemberaubende 1.000 Jahre alte Brihadishwara-Tempel aus der Blütezeit des Chola-Reiches unter dem Titel “The Great Living Chola Temples” auf der UNESCO Welterbeliste. Und ein Museum des alten Königlichen Palastes der Stadt zeigt der Welt beste Sammlung an Chola-Bronzen, der einzigen Kunstform aus Tamil Nadu, die mit ihren Statuen wie den tanzenden Shivas den weltweiten Kunstmarkt erobert hat.

Tempelelefant

01/09/2012 – Air India Express, the low cost offshoot of the great “Air India”, surprised me with a pleasant flight from Colombo in Sri Lanka to Chennai, the capital of the southern Indian state of Tamil Nadu. I was 16 years ago already here. At that time the town was still called Madras, it was the last stop on my first trip to India. I therefore left the city of Chennai as well as the temples of Mahabalipuram, which I had also seen, literally left

Brihadishwara-Temple

lying on a bus and drove immediately to Pondicherry (Puducherry). Pondicherry is a little bit different than other Indian cities. The city and the region were once French and this history still shapes a little bit. The old French Quarter flourishes straight up and has a few nice restaurants. Coffee, croissants and French-influenced cuisine offer after a month South Asia is a welcome diversified. Four days earlier, however, a cyclone

Brihadishwara Tempel

passed through the region and had left some damage in the form of fallen trees and collapsed walls. The stay at Pondicherry was only short. It took me more to Thanjavur, because of its impressive temple complex. Together with two other temples in the region is the breathtaking 1.000 year old temple “Brihadishwara” from the heyday of the Chola empire under the title “The Great Living Chola Temples” on

Chola-Bronzen

UNESCO’s World Heritage List. And a museum of the old royal palace of the city is the world’s greatest collection of Chola bronzes, the only art form from Tamil Nadu, which has carved its statues like the dancing Shiva to the global art market.

Brihadishwara Tempel

Sri Meenakshi-Sundareshwarar

11.01.2012 – Ich bin in Madurai, einer der ältesten Städte Südasiens. Die Stadt betrieb bereits vor mehr als 2.300 Jahren Handel mit Griechen und und später mit den Römern und wurde einmal das “Athen des Ostens” genannt. Madurais Hauptsehenswürdigkeit ist der mächtige Tempel Sri Meenakshi-Sundareshwarar, der zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert entstand. Er wird dominiert von seinen Gopuras, 12

Götter und Dämonen

Tempeltürmen, von denen die vier größten in die Außenmauern gebaut und bis etwa 46 Meter hoch sind. Jeder ist mit einer unendlichen Vielfalt farbenfroh bemalter Götter und Dämonen aus Stein und Stuck bedeckt. Abgesehen von den schätzungsweise 33.000 Götterdarstellungen fasziniert das Tempelleben mit seinem Strom von Gläubigen, Pilgern und Besuchern, den religiösen Zeremonien und seiner spirituellen Atmospäre.

Verkehr in Madurais Altstadt

Madurais Altstadt gehört, außer den für Fahrzeuge gesperrten Straßen rund um den Tempel, zu den verkehrsreichsten und chaotischsten Städten Indiens. Jetzt geht es weiter nach Kerala an der Südwestküste Indiens, ein Landstrich, der für seine Naturschönheit und seine Beschaulichkeit berühmt ist.

Tempelmuseum

Gopuras in Maurai

01/11/2012 – I am in Madurai, one of the oldest cities of South Asia. The city has already sought more than 2,300 years trading with the Greeks and later with the Romans and was once called the “Athens of the East”. Madurais main attraction is the mighty temple of Sri Meenakshi Sundareshwarar, emerged between 16th. and 18th. Century. It is dominated by its gopuras, 12 temple towers, of which the four largest are built in the

Götter und Dämonen

exterior walls and to about 46 meters high. Each is covered with an endless variety of colorful painted gods and demons made ​​of stone and stucco. Apart from the estimated 33.000 representations of gods, the temples life fascinated with his stream of devotees, pilgrims and visitors, the religious ceremonies, and its spiritual atmosphere. Madurais old town, except the blocked roads for vehicles around the temple, belongs

Gläubige im Sri Meenakshi-Sundareshwarar Tempel

to the busiest and most chaotic cities in India. Now I’m on the way to Kerala on the southwest coast of India, a region which is famous for its natural beauty and tranquility.

Museumswächter

Schwerlasttransport

Elektroinstallation in Madurai

Bahnhof Trivandrum

Leerer Vorortzug

13.01.2012 – Die Weiterreise gestaltete sich erst einmal schwieriger als erwartet. Wegen eines Mordes an einem Fahrer befanden sich alle Busse in Tamil Nadu im Streik. Nichts ging mehr im öffentlichen Personenverkehr, denn alternativ eine kurzfristige Zugreservierung zu bekommen, war wegen der erhöhten Nachfrage völlig aussichtlos. Aber Indien wäre nicht Indien, wenn es nicht doch eine andere Lösung gegeben hätte.

Überfüllter Kerala-Express

Schnell fand sich eine aus vier Personen bestehende britisch-französisch-deutsche Reisegruppe zusammen und wir charterten ein Taxi. Es brachte uns zwar nicht bis Kerala, da es für diesen Bundesstaat keine Lizenz hatte, aber immerhin in eine der Grenze nahegelegene Ortschaft. Circa 300 km für insgesamt weniger als 60 EUR machten den Preis pro Person sehr erschwinglich, auch wenn es mit vier Personen, Fahrer und

Indische Eisenbahn - 2. Klasse

Gepäck in dem japanischen Mittelklassewagen etwas eng war. Dann noch zwei Stunden mit einem Kerala-Bus und wir waren in Trivandrum, der Hauptstadt des Bundesstaates. Da Trivandrum ohne größere Sehenswürdigkeiten war, ließ ich mich auf das Abenteuer “Indian Railway” ein und nahm den “Kerala Express” nach Kochi, wo ich jetzt eine Woche entspannten Aufenthalt plane.

Passagier im Kerala-Express

01/13/2012 – The onward journey from Madurai was more difficult than expected. Because of a murder of a driver, all buses in Tamil Nadu were on strike. Nothing worked anymore in public transport, as an alternative to get a short-term reservation train was due to increased demand completely hopeless. But India wouldn’t be India, if it wouldn’t had not yet another solution. Quickly found a four-person British-French-

Kerala-Express

German tour group together and we chartered a taxi. It took us not to Kerala, since it had no license for that state, but at least in a nearby border town. About 300 km for a total of less than 60 EUR made ​​the price per person very affordable, even if it was with four people, driver and luggage in the Japanese mid-size car little tight. Then two hours with a Kerala-bus and we were in Trivandrum, the capital of the state. Since Trivandrum had no major sights, I settled on the adventure of “Indian Railway” and took the “Kerala Express” to Kochi, where I plan to stay relaxed for a week now.

Chinesisches Fischernetz in Fort Cochin

18.01.2011 – Ich lebe in einem “Homestay” in Fort Cochin, dem touristisch am meisten frequentierten Stadtteil von Kochi. Es ist wie “Couchsurfing”, zwar mit geringen Kosten, aber auch mit Familienanschluss. Ich zahle 10 EUR für ein Zimmer mit Frühstück – ohne A/C, dafür summt mich ein Ventilator in den Schlaf und der warme Wind umfächelt mich, da keine Bettdecke angeboten wird. Das Leben verläuft entspannt und

Schauspieler im Kathakali Theater

ich pendele zwischen meinem Homestay und den Sehenswürdigkeiten, Souvenirläden, Internetcafes, dem örtlichen Theater und den Restaurants. Es wird keralische, südindische, nordindische, tibetische, chinesische und (passable) italienische Küche angeboten und man kann für Preise zwischen 3 und 8 EUR teilweise hervorragend essen und trinken. Das Theater zeigt nachmittags

Kathakali

zuerst keralischen Kampfsport, dann Kathakali, faszinierende Tanzdramen, in denen Kämpfe zwischen Göttern und Dämonen oder zwischen Gut und Böse dargestellt werden, außerdem abends noch klassische indische Musik. Die Region um Kochi, Kuttanad genannt, wird dominiert von den “Backwaters”. Es ist ein von tropischer Vegetation gesäumtes Labyrinth aus schimmernden Wasserflächen, Seen, Kanälen,

Boot auf den Backwaters

Flüssen und Bächen, an dem nur hin und wieder Hütten, Häuser oder Dörfer des ländlichen Kerala sichtbar werden. Die Bootsfahrt mit einem für Ausflugszwecke umgebauten “Kettu vallam”, einem alten Reisboot, egal ob eintägig oder mehrtägig (als Hausboot mit Schlafkabinen), ist regelmäßig das Reiseerlebnis in Kerala und war wunderschön. Leider werde ich meine Reise durch Indien, die eigentlich noch weitere

Backwaters - Kerala

sieben Wochen dauern sollte, hier abbrechen. Der sich stark verschlechternde Gesundheitszustand meines Vaters, der vorgestern seinen 91. Geburtstag hatte, gibt zu größter Sorge Anlass. Ich fliege am 20. Jan. mit Etihad von hier über Abu Dhabi nach Hause. Irgendwann werde ich wieder nach Indien kommen.

Boot auf den Backwaters - Kerala

Fähre in Fort Cochin

01/18/2012 – I live in a “homestay” in Fort Cochin, the most frequented tourist district of Kochi. It’s like “couchsurfing”, although with low costs, but also with a family connection. I pay 10 EUR for a room with breakfast – No A/C, fan hums me to sleep and the wind fans me, because there is no blanket offered. The life is relaxed and I commute between my homestay and tourist attractions, souvenir shops, internet cafes, the local theater and

Kathakali

restaurants. It is offered Kerala-, South Indian-, North Indian-, Tibetan-, Chinese- and (passable) Italian-cuisine and for prices between 3 and8 EUR you eat and drink mostly very well. The theater shows first Kerala martial arts in the afternoon, then Kathakali, fascinating local dance dramas, where battles between gods and demons or between good and evil are represented. In the evening they perform classical Indian music.

Kathakali

The region near Kochi, Kuttanad called, is dominated by the “backwaters”. There is a fringed by tropical vegetation labyrinth of shimmering lakes, canals, rivers and streams, where only now and then huts, houses or villages of rural Kerala are visible. The boat ride on a converted for tourist purposes “Kettu vallam”, an old rice boat, no matter whether one day or several days (as a house boat with sleeping cabins), is the most

Verkehr auf den Backwaters

popular travel experience in Kerala and it was beautiful. Unfortunately I will abort my journey through India, which was supposed to take another seven weeks, here and now. The rapidly deteriorating health condition of my father, he had the day before yesterday his 91st. birthday, admits the greatest concern. I fly on 20th. Jan. with Etihad via Abu Dhabi from here home. At some point I’ll come back to India.

Touristenboot auf den Backwaters

Besucherzähler

3 Responses to Tamil Nadu, Kerala (India)

  1. Diana says:

    Hallo Hartmut,

    ich finde Deine Website wundervoll mit all diesen wunderschönen Fotos!!!
    Wir leben inzwischen in Weimar…
    Hab Dich wohl !

    Viele liebe Grüße
    von uns beiden!

  2. Manie says:

    I know that postіng on a blog lіkе this ԁaily is verу diffiсult, but it’s what I love to do, and… yes, in my spare time, since my main job is music composition and production and, yes, I love your site!

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    I couldn’t resist commenting. Well written!

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