Sri Lanka II

Dies ist die Fortsetzung der Seite “2011 – Sri Lanka I”.

This is the continuance from page “2011 – Sri Lanka I”.

Kandy - Tempeldistrikt - im Regen

23.12.2011 – Mit der Stadt Kandy, die noch im Zentralen Hochland liegt, habe ich das “kulturelle Dreieck” der Insel erreicht. Das Dreieck wird gebildet aus den alten Koenigstaedten Kandy im Sueden, Anuradhapura im Nordwesten und Polunnaruwa im Nordosten. In diesem Dreieck liegen noch die Stadt Dambulla mit ihren beruehmten Hoehlentempeln und ausserdem die Felsenfestung Sigiriya, die wohl

Musiker bei Puja Zeremonie

spektakulaerste Sehenswuerdigkeit Sri Lankas. Damit befinden sich fuenf der insgesamt acht UNESCO Welterbemonumente Sri Lankas in einer Entfernung von kaum mehr als 100 km. Kandy ist angenehm und vereinigt gemaessigte Temperaturen mit Geschichte, Kultur, reichlich Natur, kolonialem Flair und Urbanitaet. Ich besuchte eine Puja im beruehmten Zahntempel, eine von drei taeglichen Gelegenheiten, einen

Reliquienschrein im Zahntempel

kurzen Blick auf den Reliquienschrein zu werfen, der einen Zahn Buddhas enthaelt. Dieser Zahn ist das wohl groesste Heiligtum Sri Lankas. Um ihn rankt sich ein guter Teil der singhalesischen Kultur und Identitaet. Daher findet jede Puja in einem feierlichen Rahmen statt, mit vielen Blumenspenden von weiss gekleideten Glaeubigen. Der Zahntempel liegt am Ufer des Kandy Sees. Der 4 km lange

Zahntempel waehrend der Puja

Rundweg um den kuenstlich angelegten See bietet schoene Aussichten auf Teile der Stadt. Das gilt jedenfalls bei bei schoenem Wetter. Dieses Glueck hatte ich wiederum nicht. Es war ueberwiegend bedeckt bis leicht regnerisch. Aber es haette schlimmer kommen koennen.

Kandy und Kandy-See

Kandy Innenstadt

12/23/2011 – With the city of Kandy, which is still situated in the Central Highlands, I have reached the “cultural triangle” of the island. The triangle is formed from the old king cities Kandy in the south, Anuradhapura in the northwest and Polunnaruwa in the northeast. In this triangle lies also the city Dambulla with its famous cave temples and also the rock fortress of Sigiriya, probably Sri Lanka’s most spectacular sight. So are five

Tempelbezirk Kandy

of the eight UNESCO monuments in Sri Lanka at a distance of little more than 100 km. Kandy is pleasant and combines moderate temperatures with history, culture, nature, abundant, colonial charm and urbanity. I attended a puja in the famous Temple of the Tooth, one of three daily occasions, to get a quick look at the shrine, which contains a tooth of Buddha. This tooth is probably the biggest sanctuary in Sri Lanka. It is framed

Im Tempel von Kandy

around him a good part of the Sinhala culture and identity. Therefore, any puja is held in a festive setting, with lots of flowers donations from white-clad believers. The Temple of the Tooth is situated on the banks of the lake. The 4 km long circular walking path around the artificial lake offers beautiful views of the city. This applies at any rate in nice weather. Inluckily I had not this again. It was overcast and slightly rainy most. But it could have been worse.

Im Zahntempel

Höhlentempel in Dambulla

27.12.2011 – Im kulturellen Dreieck der Insel folgen jetzt die Sehenswürdigkeiten in dichter Reihenfolge. Ich war sehr beeindruckt von den Höhlentempeln in Dambulla. Der Zugang zum sogenannten Goldenen Tempel geht vorbei an einem mächtigen fast 30 Meter hohen goldfarbenen Buddha. Dann geht es, wie so oft in Sri Lanka, über viele viele Stufen hinauf auf ein schräg ansteigendes Bergplateau. Etwa 150

Höhlentempel in Dambulla

Meter über der Ebene liegen die insgesamt fünf Höhlen in massivem Granit. In der etwas beengten ersten Grotte ist ein 15 Meter langer liegender Buddha zu finden. Am beeindruckendsten sind die Grotten zwei und drei, jede mit annähernd 60 Buddhastatuen und beeindruckenden Wandmalereien. In beide Höhlen fällt genügend Licht von außen, um innen eine stimmungsvolle Atmosphäre entstehen zu lassen. Beim Abstieg

Sigiriya - Aufstieg zu den "Wolkenmädchen"

sah ich am Horizont bereits mein Ziel des nächsten Tages, die Felsenfestung Sigiriya. Sie erhebt sich als monumentaler viereckiger Granitblock fast senkrecht mehr als 200 Meter über die Ebene. Dieser Aufstieg hatte es in sich und der Monolith zog Scharen von Besuchern an, da es der erste Weihnachtsfeiertag war. Der steile Aufstieg führte auf halber Höhe über eine frei über dem Abgrund schwebende Wendeltreppe zu den

"Wolkenmädchen" - Sigiriya

berühmtesten Wandmalereien Sri Lankas. Es sind die “Wolkenmädchen”, barbusige Schönheiten, in der südasiatischen Kunst die “Asparas”, Gespielinnen der Götter. Der zweite Teil des Aufstiegs zu dem etwa 1,5 Hektar großen Bergplateau war nicht weniger anstrengend und erneut war Schwindelfreiheit erforderlich. Auf dem Berg liegen noch die Reste der Fundamente der alten Festung. Bleibt zu erwähnen, dass natürlich

Festung auf dem Sigiriya Felsen

der Abstieg über die vielen steilen Treppen spürbar in die Kniegelenke ging. Gegen die Besteigung der Sigiriya-Festung waren die Besuche beim beschaulichen Aukana-Buddha und den in tropischem Wald gelegenen Ruinen von Ritigala am nächsten Tag wieder eher gemütliche Ausflüge.

Aukana Buddha

Goldener Tempel - Dambulla

Liegender Buddha

12/27/2011 – In the cultural triangle of the island, sights now follow in quick order. I was very impressed by the cave temples at Dambulla. Access to the so-called Golden Temple passes a powerful, almost 30 meters high golden Buddha. Then it goes, as it often happens in Sri Lanka, for many, many stairs up to a diagonally rising plateau. About 150 meters above the plane is the temple with five caves in solid granite. In the

Buddhas im Höhlentempel in Dambulla

first cave, which is a little cramped, a 15 meter-long reclining Buddha is found. Most impressive are the second and the third cave, each with nearly 60 Buddha statues and impressive wall paintings. In both caves is enough light from outside to rise a nice atmosphere. On the way down I saw my goal of the next day on the horizon, the rock fortress of Sigiriya. It rises up as a monumental upright square granite block almost more than 200 meters

"Wolkenmädchen"

above the plain. This ascent was serious and the monolith moved crowds of visitors, because it was the first Christmas Day. The steep climb was halfway through a free-floating spiral staircase on the precipice of the most famous wall paintings of Sri Lanka. There are the “cloud girls” bare-breasted beauties, in the South Asian Art called “Asparas”, playmates of the gods. The second part of the climb to the approximately 1.5 hectare large plateau was not less strenuous and again freedom from giddiness was required. On the mountain still lie the remains of the foundations of the old fortress. It remains to mention, that of course the descent down the steep stairs was felt in the knee joints. Against climbing the

Treppen am Sigiriya-Felsen

Sigiriya fortress, the visits next day to the contemplative Aukana Buddha and to the ruins if Ritigala, located in a tropical forest, were again more leisurely excursions.

"Wolkenmädchen" - Sigiriya

Gal Vihara - Polonnaruwa

29.12.2011 – “Naturidyll zwischen Ruinenmauern”, so schreibt mein Reiseführer über Sri Lankas zweite Hauptstadt des alten Königreichs Rajarata. Die Stadt heißt heute Polunnaruwa. Ich ließ mir im Guesthouse ein Fahrrad aufschwatzen, um die großflächig verstreuten aber eindrucksvollen Monumente zu besichtigen. Im Norden, im Gal Vihara, gab es die Buddhastatuen zu sehen, die von den Sri Lankern als die

Kiri Vihara Dagoba

eindrucksvollsten der ganzen Insel betrachtet werden. Südlich davon liegen ehemalige Klosterkomplexe mit mächtigen Stupas oder Dagobas. Auch die Zahnreliquie Buddhas, über die ich bereits in Kandy geschrieben habe, war vor langer Zeit einmal in Polonnaruwa aufbewahrt worden. Die Ruinen dieses einstigen Tempelbezirks bilden den zentralen Teil der schön im lichten Wald gelegenen “Sacred City”, die weiter südlich in die

Hatadage Tempel

Ruinen der Zitadelle und des Palastbezirks übergeht. Am Abend konnte ich jedenfalls sagen. dass auch das Radfahren im schwülen Klima Sri Lankas anstrengend ist. Zudem hatte das Fahrrad keine Gangschaltung und ich bin Radfahren nicht mehr gewöhnt.

Liegender Buddha - Gal Vihara

Im Tempelbezirk von Polonnaruwa

12/29/2011 – “Nature idyll between ruin walls,” writes my guide about Sri Lanka’s second capital of the ancient kingdom Rajarata. The city is now called Polunnaruwa. My Guest House offered me a bicycle to explore the large areas scattered but impressive monuments. In the north, the Gal Vihara, there was to see the Buddha statues, which are considered by the Sri Lankans as the most impressive of the whole island. South of this former Ruinen des historischen königlichen Palastesmonastery complex are powerful stupas or dagobas. The Tooth Relic of Buddha, which I have already described during my stay in Kandy, was long ago once kept in Polonnaruwa. The ruins of this ancient temple district form the in the central part of the open forest located beautiful “Sacred City”, which continues south into the ruins of the citadel and the palace district. In the evening I could tell anyway, that cycling is exhausting in the sultry climate of Sri Lanka. In addition, the bike had no gears and I’m not used to cycling.

Christliche Dekoration im Bus

31.12.2011 – In 2009 ging in Sri Lanka ein insgesamt 26 Jahre dauernder Bürgerkrieg zu Ende, der zwischen der singhalesischen Zentralregierung und den militanten Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) geführt worden war. Er hatte auf beiden Seiten einen hohen Blutzoll gefordert. Das Ende der bitteren Auseinandersetzung hat nicht nur die Menschen jubeln lassen, es ist auch ein enormer wirtschaftlicher

Guesthouse am Strand von Nilaweli

Aufschwung in Gang gekommen. Inzwischen ist wieder das gesamte Land bereisbar. Ich habe daher einen Bus nach Trincomalee im Nordosten genommen. Die Stadt lag früher im Einflussgebiet der “Tamil Tigers”, die einen Anspruch auf den großen Naturhafen durchsetzen wollten. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR ist in Trincomalee noch stark vertreten. Die Infrastruktur ist kriegsbedingt erkennbar zurückgeblieben. Die

Altes Fort - Trincomalee

Grenze der früheren Einflussgebiete war während der Fahrt gut erkennbar. Urplötzlich wurde die aus dem Westen kommende gute Straße wesentlich schlechter und ging quasi in eine kurvenreiche Nebenstrecke voller Schlaglöcher über, an der rechts und links noch die mit Sandsäcken geschützten ehemaligen Kontrollpunkte zu sehen waren. Aber die Fahrt unterlag keinen Restriktionen und ich fand die an mehreren

Dutch Bay - Trincomalee

Meeresbuchten gelegene Stadt recht symphatisch. Ich wohnte 15 km außerhalb von Trincomalee in Nilaweli. Die Region wird als “verlockendes Badeparadies an der Ostküste” beschrieben. Ich würde es vorerst noch als “Einöde” bezeichnen – mit noch dürftiger touristische Infrastruktur, ohne Zugang zum Internet in den kleinen Gästehäusern und mit einem zumindest in den Wintermonaten aufgewühlten Meer mit starkem Wellengang und unberechenbaren Strömungen.

Einheimische am Nilaweli Strand

12/31/2011 – In 2009 in Sri Lanka a total of 26-year civil war ended, which had been conducted between the Sinhalese central government and the militant Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE). He had called on both sides of a high death toll. The end of the bitter dispute has not only let the people rejoice, it’s also got an enormous economic boom in motion. Meanwhile, again safe travelling in the entire country is easily possible. Therefore, I have

Trincomalee

a bus to Trincomalee in northeastern taken. The city was formerly in the area of ​​influence of the “Tamil Tigers”, who wanted to enforce a claim to the large natural harbor. The UN refugee agency UNHCR has still a strong presence in Trincomalee. The infrastructure has lagged due to the war visible. The boundary of the former areas of influence was clearly visible while driving. Suddenly the good road coming from the West was much

Erdnußverkäufer

worse and was virtually in a winding side road full of potholes, on the left and right were still the former checkpoints protected by sandbags to see. But the trip was not subject to restrictions and I found the at several bays located city quite likable. I lived 15 km outside of Trincomalee in Nilaweli. The region is described as “attractive water paradise on the East Coast.” I would first describe this as “wilderness” – even scarcer

Koneswaram Hindu Temple

with tourist infrastructure, without access to the Internet in the small guest houses and having an, at least during the winter months, churning sea with strong waves and unpredictable currents.

Ruvanvelisaya Dagoba - Anuradhapura

Sri Mahabodhi - Anuradhapura

03.01.2012 – Nun ist meine Runde durch Sri Lanka komplett. Ich habe Anuradhapura besucht. In der Silvesternacht war kaum etwas zu erleben. Die wenigen Gäste in meiner netten Pension am See waren alle bereits vor Mitternacht nicht mehr zu sehen. Als dann der Jahreswechsel kam, stiegen irgendwo in der Umgebung ein paar Feuerwerksraketen in die Luft. Nur die Bedienung des Lokals kam, um Glück zu wünschen, und wir stießen

Gläubige am Sri Mahabodhi

auf das Neue Jahr an. Am Neujahrstag erlebte ich noch eine Tour zu den Sehenswürdigkeiten der alten Königstadt, in deren weit im Wald verstreuten Ruinen ein paar große Dagobas (Stupas) besonders herausragen. Außerdem gilt ein alter Bohdi-Baum als heilig, der aus einem Ableger jenes Baumes in Nordindien stammen soll, unter dem Buddha vor über 2.500 Jahren zu seiner Erleuchtung gefunden haben soll. Die heiligen Stätten

Thuparamaya Dagoba

selbst sowie die Masse der Pilger, die in der Nähe des Baumes ihre Andacht abhielten, gaben dem letzten Besichtigungstag in Sri Lanka noch einmal ein eindrucksvolles Gepräge. Dann hatte ich Glück. Die Wirtin meines Gasthauses musste nach Colombo fahren und nahm mich gegen eine geringe Beteiligung an den Benzinkosten mit. So fuhr ich bequem in einem klimatisierten SUV anstatt wie sonst im

Baum mit Luftwurzeln

klapprigen Bus mit offenen Fenstern. Ich hatte ein Hotel in Flughafennähe gebucht und verbrachte dort einen letzten, aber faulen Tag, an dem ich nur noch zwischen Restaurant und Bett pendelte. Morgen früh geht es mit Air India Express nach Chennai in Südindien. Reiseberichte und Fotos gibt es auf einer neuen Seite 2012/India.

Affe bei den Tempeln

Sri Mahabodhi - Anuradhapura

01/03/2012 – Now my round of Sri Lanka is complete. I have visited Anuradhapura. New Year’s Eve was very little to experience. The few guests in my nice pension at the lake were all not to see anymore before midnight. When we came to the turn of the year, rose somewhere in the vicinity a few rockets into the air. Only the operation manager of the restaurant came to wish luck, and

Gläubige am Sri Mahabodhi

we toasted to the New Year. On New Year’s day I experienced a tour of the sights of the ancient royal city, in its far-flung ruins in the woods a few large dagobas (stupas) particularly stand out. In addition, an old Bohdi tree is considered sacred, which seems to originate from a sapling of that tree in northern India, is said to have found beneath the Buddha over 2,500 years ago to his enlightenment. The holy places and even the mass of pilgrims in the

Lankarama Stupa

vicinity of the tree held their devotion, gave the last day visiting Sri Lanka again a special character. Then I got lucky. The landlady of my guest house had to travel to Colombo and took me for a small contribution to the cost of petrol. So I drove in a comfortable air-conditioned SUV instead of as usual in the rickety bus with open windows. I had booked a hotel near the airport and spent one last, but lazy day, when I commuted only between restaurant and bed. Tomorrow morning I’ll fly with Air India Express to Chennai in southern India. Travel stories and photos will be on a new page 2012/India.

Jetavanaramaya Dagoba - Anuradhapura

Besucherzähler

One Response to Sri Lanka II

  1. Deine Schwester Karen u. Naomi says:

    Hallo Bruder,

    wunderschöne Bilder, da kann man ja richtig neidisch werden.
    Ich hätte gerne so einen großen Buddha für mich. Kannst Du Ihn mitbringen?
    Das wäre ein Schmuckstück für meine Terrasse.
    Liebe Grüße, pass auf Dich auf, Karen u. Naomi

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