Sri Lanka I

Mein Hotel in Colombo

10.12.2011 – Der anstehende Winter in Europa hat mich in ein tropisches Land gebracht und die Wahl war auf Sri Lanka gefallen. Erstens war ich noch nie in Sri Lanka, der schönen tropischen Insel im Indischen Ozean, die so viele Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten auf kompaktem Raum hat. Sri Lanka ist nicht größer als Bayern. Zweitens konnte ich bei einem Flugpreis von 239 EUR (einfach)

Strand am Galle Face Green

nicht widerstehen. Mein Rückweg ist völlig offen, da ich nach 30 Tagen in Sri Lanka vorerst nach Süd-Indien weiterreisen will. Ich lasse meine Reise langsam angehen und bin auch etwas schreibfaul. Außerdem habe ich noch nicht viel Bildmaterial. Nach zwei Eingewöhnungstagen in einem Hotel hatte ich in Colombo eine Verabredung zum Couchsurfing und dabei einen total relaxten Aufenthalt.

Alt und neu in Colombo

Colombo ist weitläufig und bietet keine spektakulären Sehenswürdigkeiten. Aber Colombo ist anstrengend, hat Temperaturen um 30 Grad Celsius, hohe Luftfeuchtigkeit, chaotischen Straßenverkehr und die damit verbundenen Abgase. Daher bin ich für diesen entspannten Aufenthalt bei meinem netten Gastgeber dankbar. Nun geht aber die Tour los. Morgen fahre ich mit der Eisenbahn nach Galle an die Südwestküste der Insel.

Buddhistische Mönche am Strand

Busbahnhof Colombo

12/10/2011 – The upcoming winter in Europe has brought me into a tropical country and the choice had fallen to Sri Lanka. First, I’ve never been to Sri Lanka, the beautiful tropical island in the Indian Ocean, which has so many natural beauties and attractions in a compact space. Sri Lanka is not larger than Bavaria. Second was the flight price of only 239 EUR (one way), I could not resist. My trip back is completely open, as

Obststand am Busbahnhof

after 30 days in Sri Lanka I want to travel to South India. I’ll take it slow my travel and am a bit lazy about writing. Also I still do not have many photos. After two days of acclimatization in a hotel in Colombo, I had an appointment for a Couchsurfing stay, which was totally relaxing. Colombo is extensive and offers no spectacular sights. But Colombo is exhausting, with temperatures around 30 degrees Celsius, high

Das "Weiße Haus" von Colombo (Rathaus)

humidity, chaotic traffic and associated emissions. So I’m grateful to my nice host, that I could stay in the relaxed atmosphere in his house. But now starts the tour. Tomorrow I go by train to Galle on the southwestern coast of the island.

Leuchtturm in Colombos Stadtteil "Fort"

12.12.2011 – Die Entdeckung der Insel begann mit einer Eisenbahntour entlang der Küste nach Süden. Zwar musste ich die ersten Kilometer stehend verbringen, da der Zug, wie wahrscheinlich alle hier, ziemlich voll war. Aber schon nach zwei oder drei Stationen wurde ein Sitzplatz frei und ich konnte die Fahrt

Leuchtturm in Galle

genießen. Die Züge in Sri Lanka sind mit dem Wort “pittoresk” eher schmeichelhaft beschrieben. Man könnte auch sagen, sie sind ziemlich heruntergekommen. Erste Klasse wurde nicht angeboten und die zweite Klasse ist bereits die totale Holzklasse. Aber wie auch immer, die Züge wie die einheimischen Passagiere sind unterhaltsam und das Panorama der südwestlichen Küste mit ihren

Leben in Galle

palmenbestandenen Buchten ist großartig. Ich besuchte die Altstadt von Galle, die in einer 1663 von den Niederländern errichteten Festung liegt. Sie ist die größte erhaltene europäische Festung in Südasien. Der Tsunami 2004 traf zwar die Neustadt, forderte viele Todesopfer und verursachte immense Schäden; dank der alten Festungsmauern blieb jedoch die Altstadt verschont. Festung und Altstadt bilden heute ein Kleinod touristischer Entwicklung in Sri Lanka und ich habe die Stadt als äußerst angenehm empfunden.

Musiker im Zug

12/12/2011 – The discovery of the island began with a train ride along the coast to the south. Although I had to spend the first mile standing, since the train as probably every train here was pretty full. But after two or three stations was a seat free and I could enjoy the ride. The trains in Sri Lanka are described with the word “picturesque” rather flattering. One could also say they are pretty run down. First class was not

Festungsmauern

offered and the second class is already the total timber class. But anyway, the local passengers are entertaining and the panorama of the southwestern coast is magnificent with its palm-lined coves. I visited the old town of Galle, which lies in a 1663 built by the Dutch fort. It is the largest remaining European fortification in South Asia. Although the 2004 tsunami hit the New Town, claimed many lives and caused

Fischerboote

immense damage, was due to the old fortress walls, but spared the town. Fortress and Old Town are today a jewel of tourism development in Sri Lanka and I found the city extremely pleasant.

Galle - Festungsmauer

"On the road" mit dem Tuk-Tuk

14.12.2011 – Die Fahrt ab Galle ging, diesmal mit dem Bus, noch ein Stück an der Südküste entlang nach Matara. Auch für Busse gilt, was ich schon für die Bahn gesagt habe. Viele sind in einem Zustand, in dem der TÜV sie bei uns längst aus dem Verkehr gezogen hätte. Dafür sind Busse und Bahnen in Sri Lanka, weil wohl vom Staat subventioniert, konkurrenzlos billig. Man fährt also die längeren Strecken mit Bus oder Bahn und

Im Weherehena Tempel

nach Ankunft die Kurzstrecken mit dem Tuk-Tuk. Ich besuchte den buddhistische Weherehena Tempel, dessen Räume und Korridore mit 20.000 bunten Wandmalereien geschmückt ist und den eine der modernsten und monumentalsten Buddhastatuen schmückt. Nicht weit davon erreichte ich mit dem Leuchtturm von Dondra den südlichsten Punkt Sri Lankas. Wäre nicht die Erdkrümmung, dann hätte man vom Leuchtturm freie Sicht auf die Antarktis, den dazwischen befindet sich kein Land mehr, nur noch Wasser.

Abendstimmung am Strand

Buddha im Weherebana Heiligtum

12/14/2011 – Travelled from Galle, this time by bus, another piece along the south coast to Matara. For coaches applies to, what I have said for the railway. Many are in a state, in which every technical control board would have pulled it out of circulation. But coaches and trains in Sri Lanka are, probably because the state subsidizes, unbeatably cheap. So you drive the long distances by bus or train, and upon arrival the

Leuchtturm in Dondra

short distances by tuk-tuk. I visited the Buddhist temple Weherehena near Matara. Its rooms and corridors are adorned with 20,000 colorful murals and the temple is decorated by one of the most modern and monumental Buddha statues. Not far away I reached the lighthouse at the southernmost point of Sri Lanka, Dondra. Would not be the curvature of the earth, then you would get a clear view from the lighthouse to the Antarctic, because in between is no land, only water.

Meerblick

Elefanten im Uda Walawe

17.12.2011 – Ich habe die ersten Nationalparks hinter mir. In Empilipitiya buchte ich eine Tour in den Uda Walawe Nationalpark. In einem indischen Tata-Pickup mit Fahrer erreichte ich vor Sonnenaufgang, aber bei trübem Wetter, den Park, für den, wie für viele Sehenswürdigkeiten in Sri Lanka, ein verhältnismäßig teurer Eintrittspreis verlangt wurde. Der beginnende warme Morgen war erfüllt mit Vogelstimmen, die

Grüner Bienenfresser

wirklich von allen Seiten kamen. Zu sehen waren vor allem Pfauen, Weißkopfadler, hier und da ein Pelikan, die grünen Bienenfresser und einige Reiher. Die ersten Wasserlöcher nahe der Parkgrenze waren noch leer, aber es dauerte nicht lange, bis man auch Büffel an und in den Pools zu sehen bekam. Und man traf immer wieder auf kleinere Gruppen von Elefanten. Keine großen Herden von Büffeln und Elefanten, wie ich sie in den

Fußweg im Sinharaja Regenwald

Ländern des südlichen Afrika schon gesehen habe, aber immerhin divers kleine Gruppen. Nur Leoparden, die es im Uda Walawe auch geben soll, ließen sich auch an ihren Stammplätzen nicht blicken. Dann führte mich meine Reise weiter mit dem Bus in die ersten Berge. Das mittlere Hochland ist Teeanbaugebiet und die Vegetation ändert sich von Reis und Kokospalmen hin zu Tee und Bananen. Manchmal scheint es,

Bergland - Teeland

dass Teepflanzen wie ein grüner Teppich die Hänge bedecken. Die Aussicht von der durch die Berge führenden Straße war jedenfalls grandios. In einem kleinen angenehmen Guesthouse oberhalb von Deniyaya konnte ich die Landschaft, die morgendlichen Nebel und die schnell wechselnden Lichtverhältnisse genießen und brach von hier zu einer Wanderung in den Sinharaja Regenwald auf. Ein letztes Regenwaldgebiet in Sri

Getarnte Eidechse im Regenwald

Lanka, so einzigartig und so ökologisch wertvoll, dass es von der UNESCO auf die Welterbeliste gesetzt worden ist. Jetzt wartet jedoch das eigentliche Hochland der Insel auf mich.

12/17/2011 – I have the first national parks behind me. In Empilipitiya I booked a tour into the Uda Walawe National Park. In an Indian Tata pickup with a driver I arrived before sunrise, but in

Büffel am Wasserloch

cloudy weather the park, where, as for many attractions in Sri Lanka, a relatively expensive entrance fee was required. The onset of warm morning was filled with bird songs, which really came from all sides. On show were especially peacocks, whitehead eagles, here and there a pelican, the green bee-eaters and some herons. The first water holes near the park boundary were still empty, but it was not long until we got to see buffalos near and in the

Grüne Eidechse

pools. And we met on smaller groups of elephants. No large herds of buffalo and elephant, as I have seen them in the countries of southern Africa already, but many small groups. Only leopards, which should also live ​​in Uda Walawe, couldn’t be seen even at their regular seats. Then I took my journey by bus into the first mountains. The highlands are tea growing area and the vegetation changes from rice and coconut to

Fußgängerbrücke im Sinharaja Regenwald

tea and bananas. Sometimes it seems, that tea plants cover the hills like a green carpet. The view from the road leading through the mountains was certainly terrific. In a small pleasant Guest House above Deniyaya I could enjoy the scenery, the morning fog and the rapidly changing light and stopped by here on a hike in the Sinharaja rain forest. One last rain forest in Sri Lanka, so unique and so ecologically valuable, that it has been placed on the UNESCO World Heritage List. But now the Central Highlands of the island are waiting for me.

Teepflückerin

Regenwetter im Hochland

20.12.2011 – Pünktlich zu meinem Eintreffen im östlichen Teil des Hochlands wurde das Wetter schlechter und es fing an zu regnen. Das Hochland ist viel feuchter als der Rest der Insel, denn die feuchtwarme Luft der Ebenen steigt an den Bergen auf und die Feuchtigkeit kondensiert zu Wolken und zu Regen. Dennoch hatte das überwiegend in Wolken gehüllte Bergland ein tolles Erlebnis zu bieten. Ich hatte den

Ende der Welt

Ort Haputale gewählt und ließ mich von dort am frühen Morgen und noch bei Dunkelheit zum Horton Plains Nationalpark fahren. Es handelt sich um eine Hochebene, die auf über 2.000 Meter Höhe liegt und durchweg ein feuchtes, kühles und windiges Klima hat. Die Ebene wird von feuchtem Gras- und Sumpfland, seine Höhenzüge von Nebelwald bedeckt. Ein 10 km langer teilweise recht rauher Rundweg führt zu einer

World's End

Sehenswürdigkeit, die auf der Welt ihresgleichen sucht, einem Steilabhang, der die Hochebene nach Süden begrenzt und der an seiner höchsten Stelle 1.050 Meter beträgt. Diese Stelle wird “World’s End” genannt. Und ich hatte Glück. Die Aufwinde am Steilhang rissen die direkt über der Hochebende liegenden Wolken immer wieder auseinander und es wurde ein spektakulärer Blick Richtung Süden und Südosten frei. Die

Ausblick am World's End

Szenerie war atemberaubend und ohne Zweifel die mühsame Anreise und die anstrengende Wanderung wert. Ich konnte mich nicht sattsehen und schoss Foto um Foto. Alle anderen Aktivitäten im Hochland um Haputale, das landschaftlich sehr schön gelegen ist, so eine Tour mit der Bahn in das wegen seiner Lage in den Bergen gelobte Ella, fanden quasi in der Wolke und im Nieselregen statt.

Horton Plains im Regen

Nebel- und Regenwald

Horton Plains

Fußweg am Ende der Welt

12/20/2011 – Just in time for my arrival in the eastern part of the Highlands, the weather became worse and it started to rain. The highlands are much wetter than the rest of the island, because the warm, moist air rises to the level the mountains and the moisture condenses into clouds and rain. Nevertheless, the most in clouds shrouded mountains had to offer a great experience. I had chosen the place Haputale and let myself be

Aussicht von World's End

driven early in the morning and still in the dark to Horton Plains National Park. There is a plateau, which lies at 2.000 meters altitude and consistently has a humid, cool and windy climate. The plain is covered with wet grass and marsh land, its hills with cloud forest. A 10 km long sometimes quite rough trail leads to a sight, that searches the world to their peers, a steep slope, which limits the plateau to the south and at its highest point is

Aussicht vom World's End

1.050 meters. This place is called “World’s End”. And I was lucky. The updrafts on the steep slope disrupted the above the high plateau lying clouds several times and gave free a spectacular view to the south and southeast. The scenery was breathtaking and certainly worth the arduous journey and the challenging hike. I could not see enough and shot photo to photo. All other activities in the highlands around Haputale, which located scenically very beautiful, so a tour by train to the because of its location in the mountains acclaimed Ella, took place almost in the cloud and drizzle.

World's End (Horton Plains) im Nebel

Bahn in Haputale

Waggons 3. Klasse

Zug im Hochland

Zugpassagier

Weitere Veröffentlichungen auf der neuen Seite “Sri Lanka II”

More release on the new side “Sri Lanka II”.

Besucherzähler

3 Responses to Sri Lanka I

  1. Erika Nophut says:

    Deine Reisebeschreibungen und die dazugehörenden Bilder – einfach ein Genuss.
    Danke Hartmut – weiterhin eine gute Reise!

  2. Ingo says:

    Toller Bericht! Frohe Feiertage und weiter Gute Reise!!

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