Italy III

Dies ist die Fortsetzung der Seite “2011 – Italy II (Sicily)”.

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Kalabrien - Strand an der Ionischen Küste

24.10.2011 – Die Zeit bis zum Ende der Reise rast. Dabei gibt es noch so viel zu sehen. Bedingt durch Jahreszeit und die östliche Lage, in der ich mich jetzt befinde, wird es auch immer früher dunkel. War am Anfang der Reise in Südtirol der Sonnenuntergang so gegen 19.40 Uhr, so ist er jetzt bereits gegen 17.50 Uhr. Dadurch bleibt immer weniger vom Tag für Aktivitäten, aber abends mehr Zeit totzuschlagen. Ich habe die

Sasso in Matera

östliche Küstenregion Kalabriens, die ebenfalls sehr schön war, relativ schnell durchquert und die Stiefelspitze Italiens schon hinter mir gelassen. Erst in Matera, der Hauptstadt der Provinz Basilicata, habe ich mich wieder länger aufgehalten. Ein Teil der Stadt Matera besteht aus zwei sogenannten “Sassi”, alten Höhlenwohnungen, die in vulkanischen Tuffstein gegraben wurden. Eine gewisse Ähnlichkeit

Haus in den Sassi

mit Höhlenwohnungen in Kappadokien in der Türkei ist nicht zu verleugnen. Nur ist hier in Matera die Bebauung viel dichter und es gibt überwiegend gemauerte Häuserfronten. Die Sassi waren seit der Jungsteinzeit bewohnt. Mitte des 20. Jahrhunderts galt es als Kulturschande, dass in Italien Menschen immer noch in Höhlen lebten. So wurden die Bewohner in den 1950er und 1960er Jahren in

Gallipoli

neugebaute Wohnblocks umgesiedelt. Heute bilden die Sassi, die seit 1993 auf der UNESCO Welterbeliste stehen, eine Museumsstadt, in die das Leben wieder zurückgekehrt ist. Nach Matera ging die Fahrt in den Absatz des italienischen Stiefels, Salento in Region Apulien. Hier reihen sich die Sehenswürdigkeiten dicht an dicht und herausgesucht habe ich mir erst einmal Gallipoli (der aus

Santa Maria di Leuca

dem Griechischen stammende Name bedeutet “Schöne Stadt”), dann das Ende der italienischen Welt in Santa Maria di Leuca mit seiner Wallfahrtskirche, die hier beginnende Adriaküste mit der Stadt Otranto und die Barockstadt Lecce. Im Umland von Lecce wird ein weicher Tuffstein abgebaut (Pietra Leccese), der die rasche Ausbreitung des Lecceser Barocks ermöglichte, dessen zahlreiche Bauwerke in der Stadtmitte zu

Dom in Lecce

bewundern sind. Wegen des der Stadt eigenen “barocco leccese” wurde sie auch das „Florenz des Rokoko“ oder „Florenz des Südens“ genannt. Die sich beim abendlichen Stadtbummel bietenden Ansichten sind mehr als eindrucksvoll. Von hier aus geht es jetzt nur noch nach Norden oder Nordwesten, jedenfalls den Alpen entgegen.

Dolmen im Salento

Kalabrien - Küste am Ionischen Meer

10/24/2011 – My time until the end of the tour races. There is still so much to see. Due to the season and the eastern regions, in which I am now, it is always dark earlier. Was at the beginning of the journey the sunset so against 07.40 pm, it is now already to 05.50 pm. This leaves less and less from the day for activities, but in the evening is to kill more time. I have crossed the eastern coastal region of Calabria, which was also very nice,

Sasso in Matera

relatively quickly, leaving the toe of Italy behind me. Only in Matera, the capital of the province of Basilicata, I’ve spent more time again. A part of the town of Matera has two so-called “Sassi”, old cave dwellings carved into volcanic tuff. A certain similarity with cave dwellings in Cappadocia in Turkey is not to deny. Only here in Matera, the buildings are much more dense and there are predominantly brick facades. The Sassi were inhabited since the Neolithic period. Middle of the 20th Century it was considered a disgrace to civilization, that in Italy people still lived in caves. The inhabitants were resettled in the 1950s and 1960s in newly built residential blocks. Today the Sassi, which are since 1993 on UNESCO’s World Heritage List, are a museum town, in

Gallipoli

which life has returned. The ride went from Matera to the heel of the Italian boot, Salento in Apulia. Here are the sights lined close together and I’ve picked out Gallipoli (meaning from the Greek-derived name “Beautiful City”), then the end of the Italian World in Santa Maria di Leuca with its pilgrimage church, on the here beginning Adriatic coast the city of Otranto and the baroque city of Lecce. In the countryside of Lecce,

Adriaküste im Salento

a soft tufa stone is mined (Pietra Leccese), which allowed the rapid spread of the Lecce Baroque, whose many buildings can be admired in the city center. Because of the city’s “Barocco Leccese” she was also the “Florence of the Rococo” or called “Florence of the South.” The views during my evening stroll are more than impressive. From here I’m going to travel now to the north or north-west, at least to the direction of the Alps.

Matera - Sasso

Steinreiches Salento

Trulli in Alberobello

27.10.2011 – Das Wetter in Sueditalien aendert sich. Der laengste Sommer, den es hier seit Jahren gegeben hat, ist jetzt vorbei und es ist herbstlich geworden. Die Sonne kommt nur noch gelegentlich durch bewoelkten Himmel und die Gelegenheiten fuer schoene Fotos sind seltener geworden. Es lagen und liegen aber immer noch besonders schoene Ziele an meiner Strecke, die jetzt an der Adriakueste entlang geht. Eines dieser Ziele ist Alberobello mit

Trulli

seinen Trulli. Haeuser aus ohne Moertel geschichteten Steinen, die einst “steuerfrei” waren, weil sie nicht als richtige Haeuser anerkannt wurden, sind typisch fuer diese Region Apuliens und ziehen Besucher aus aller Welt an. Und da sie ueberall in der huegeligen Gegend zu finden sind, glaubt man, bei den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen zu sein. Dann das Castel del Monte aus der Zeit des Staufer-Kaisers Friedrich II. (1240/1250). Es dominiert die

Castel del Monte

weite Landschaft. Seine Bedeutung erhält das Bauwerk vor allem durch seine ideale Grundrissgestalt als Achteck. An den Ecken des oktogonalen Baus stehen Türme mit ebenfalls achteckigem Grundriss. Trani hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Eine Kleinstadt mit der vielleicht schoensten aller normannischen Kirchen, zumal diese unmittelbar am Meer steht. Dann gibt es noch den Sporn des italienischen Stiefels, den Gargano, ein noerdliches Vorgebirge

Normannenkirche in Trani

Apuliens. Zu den Sehenswuerdigkeiten von Monte Sant’Angelo im Gargano zählt die Wallfahrtskirche San Michele, die eine der ältesten Pilgerorte des Abendlandes ist. Nach dem Vorbild dieses ersten Michael-Heiligtums wurde – der Sage nach – im Jahr 708 in Nordfrankreich in der Normandie der dortige Michaelskult gegründet und auf dem Mont-Saint-Michel eine neue Kultstätte gebaut. Schoene Kuestenorte wie das hoch auf einem Felsen erbaute Vieste rundeten das Bild des Gargano ab.

Vieste - Gargano Region

Trullo (Souvenir)

Trulli

10/27/2011 – The weather in southern Italy is changing. The longest summer, that there has been for years, is now over and it’s turned autumnal. The sun comes up only occasionally by overcast skies and the opportunities for beautiful photos have become increasingly rare. There were and are still most beautiful destinations on my route, which now goes along the Adriatic coast. One of these goals is Alberobello with its trulli. Houses of layered stones without

Trani

mortar, which were once “tax free”, because they were not recognized as proper houses, are typical for this region of Apulia and attract visitors from around the world. And because they are everywhere to be found in the hilly area, it is believed to be among the seven dwarfs behind the seven mountains. Then the Castel del Monte from the time of the Hohenstaufen Emperor Frederick II (1240/1250). It dominates the landscape. Its

Vieste

importance receives the building primarily through its ideal form an octagon floor plan. At the corners of the octagonal building with towers also octagonal base. Trani also has attracted me very much. A small town with perhaps the most beautiful of all Norman churches, especially because she is close to the sea. Then there is the spur of the Italian boot, the Gargano, a northern promontory of Apulia. Among the attractions of Monte Sant’Angelo in the Gargano is the

Trullo

pilgrimage church of San Michele, which is one of the oldest places of pilgrimage in the West. Following the example of this first sanctuary was built in 708 in Normandy in northern France at Mont-Saint-Michel a new place of worship – according to legend. Pretty coastal villages, like the high on a rock built Vieste, rounded out the picture of Gargano.

Vieste

Herbst

29.10.2011 – Ich bin nun vom Gargano aus die Adriaküste weiter nordwärts gefahren. Die Straße SS16, die parrallel zur Autostrada verläuft, läßt einen nur langsam vorankommen, da sie viele Ortsdurchfahrten hat und speziell in den kleinen Städten der Verkehr teilweise sehr dicht ist. Es blieb wolkenverhangen und grau, aber ich hatte Hoffnung, dass es in den Bergen besser sein könnte. Daher bog ich in die Abruzzen und zum

Herbst am Campo Imperatore

Gran Sasso Nationalpark ab. Anfangs sah es so aus, als ob das Wetter schlechter würde. Denn die ansteigende Straße erreichte bald die Wolkendecke und ich fuhr für eine halbe Stunde wie durch dichten Nebel. Ich war schon nahe an der Umkehr, als ich bei einer Höhe von knapp 1.500 Meter auf einmal die Wolkendecke durchstieß und ein strahlend sonniges und herbstliches Gebirgspanorama vor mir hatte.

Campo Imperatore

Ich war am Campo Imperatore, ein durch einen eiszeitlichen Gletscher geformtes beckenförmiges Hochplateau, das teilweise von den Bergen der Abruzzen umrahmt wird, wobei der 2.912 m hohe Corno Grande die Landschaft und die Aussicht dominiert. Auf den kargen Flächen weideten Pferde, Kühe und ein Schäfer mit seiner Herde und hier und über die Kämme der Berge wehten Wolkenfetzen, die jedoch von der Sonne schnell aufgesogen

Silberdistel

worden. Ein beeindruckendes und unvergessliches Panorama. Die Straße führte bis zu einer Sternwarte auf etwa 2.130 m Höhe und ich konnte mich kaum sattsehen, bis ich wieder in die Wolke eintauchen musste, um die Straße an der Adriaküste zu erreichen. Von da an sah ich die Sonne nicht mehr und selbst die ansonsten großartige Aussicht vom Monte Titano in San Marino fiel der Wolke zum Opfer.

Herbst im Gran Sasso Nationalpark

10/29/2011 – I drove now from Gargano further north on the Adriatic coast. The road SS16, which runs parrallel to the Autostrada, brings only a low average speed, because it has many cross-town trips and especially in the small towns the traffic is sometimes very dense. It was overcast and gray, but I had hoped, that it might be better in the mountains. So I turned to the Abruzzi and the Gran Sasso

Corno Grande - Gran Sasso Nationalpark

National Park. At first it looked, as if the weather would be worse. On the uphill road I reached the clouds soon and I drove for half an hour as through dense fog. I was already close to the reverse, as I at an altitude of 1.500 meters in altitude at once broke through the clouds and had a bright, sunny, autumnal mountain panorama in front of me. I was at the Campo Imperatore, a by a glacial glacier formed basin-shaped plateau, which is partially

Silberdistel

surrounded by the mountains of Abruzzo, where the 2.912 m high Corno Grande dominates the landscape and the view. On the barren land grazed horses, cows and a shepherd with his flock and over the crests of the mountains blew wisps of clouds, which, however, became absorbed from the sun quickly. An impressive and unforgettable panorama. The road led up to an observatory at about 2.130 m altitude and I could hardly

Herbst am Campo Imperatore

see enough, until I had to dip into the cloud again to reach the road on the Adriatic coast. From then on I saw the sun no more, and even the otherwise magnificent view of Monte Titano in San Marino fell victim to the cloud.

Fischerhütte im Podelta

Basilika des Heiligen Antonius in Padova

02.11.2011 – Nach einem letzten Couchsurfing Aufenthalt über das Wochenende bei Paolo, den ich schon im letzten Jahr anlässlich meiner Besuche in Bologna und Ravenna kennengelernt hatte, ging es über das Po-Delta und Padova, das ein eindrucksvolles Stadtbild hat, nach Hause. Eigentlich hätte die gestrige Rückfahrt mehrere Fotostops verdient, denn es war ein selten schöner Herbsttag und auf der Autobahn durch das

Prato della Valle - Padua

italienische Trentino-Südtirol, das österreichischeTirol und das bayerische Voralpenland folgte ein Panorama schöner als das andere. Aber ich hatte Mitfahrer im Auto, sodass ich die Fahrt nicht mehr durch Fotostops unterbrechen konnte und wollte. Seit gestern abend 19.00 Uhr bin ich wieder zuhause und habe mich am Ende auch darauf gefreut. Sieben Wochen Italientour sind nun Erinnerung, aber eine wunderschöne und bleibende Erinnerung, bis ich irgendwann einmal wiederkommen werde.

Botanischer Garten in Padua

Fischerhütten im Podelta

11/02/2011 – After a last Couchsurfing stay over the weekend at Paolo, whom I had met already last year during my visits to Bologna and Ravenna, it went home via the Po Delta and Padua, which has an impressive city. Actually, yesterday’s trip would have earned several photo stops, because it was a rare and beautiful fall day on the highway through the Italian South Tyrol, the Austrian Tyrol and the Bavarian Alps, followed by

Basilika der hl. Justina am Prato della Valle

a panorama more beautiful than the other. But I had passengers in the car, so I could not and did not want to interrupt the ride by photo stops. Since last night 07.00 pm I’m back home and I was also looking forward to the end. Seven weeks tour around Italy are now memories, but beautiful and lasting memories, until I’ll come back again sometime.

Besucherzähler

3 Responses to Italy III

  1. Erika Nophut says:

    Willkommen Zuhause!

    • Trotamundo says:

      Danke, Erika, ich bin allerdings nur knappe fünf Wochen zu Hause. Habe soeben ein Ticket nach Sri Lanka gebucht und werde am 05. Dez. nach Colombo fliegen. Von Sri Lanka soll es Anfang Jan. nach Südindien gehen. Rückkehr ist erst gegen Ende Feb. geplant.

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