Italy II (Sicily)

Dies ist die Fortsetzung der Seite “2011 – Italy I”.

This is the continuance from page “2011 – Italy I”.

Straße von Messina - Fähre nach Sizilien

05.10.2011 – Habe am Montag die “Straße von Messina” überquert und bin nun in Sizilien, wo ich die Tage am Ätna verbracht habe. Der Ätna ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Der fruchtbare vulkanische Boden wird intensiv landwirtschaftlich genutzt, Weingärten und Obstplantagen breiten sich über die unteren Berghänge aus. Der Ätna ist riesig. Der Gebirgsstock bedeckt eine Fläche von etwa 1.250 km²

Lavafeld am Ätna

und hat einen Umfang von rund 250 km. Der Berg hat über 300 Seiten- oder Nebenvulkane. Im Nordosten führt eine schöne Straße bis auf eine Höhe von etwa 2.000 m. Sie führt durch verschiedene Vegetationszonen und endet in einem Gebiet, wo einige der jüngeren aber mächtigen Lavaflüsse herabströmten. Als nächstes entschied ich mich, eine Fahrt mit der “Ferrovia Circumetnea” (FCE) zu machen,

Ferrovia Circumetnea

einer regionalen Schmalspurbahn, die zwischen 1889 und 1895 erbaut wurde und auf 110 km Länge zwischen Riposto und Catania (oder zurück) den Ätna nahezu umrundet. FCE fährt mit einer Art Schienenbus, ist sehr billig und wird von Einheimischen wie Touristen gleichermaßen benutzt. Besonders die erste Hälfte der Strecke, die bis auf eine Höhe von etwa 1.000 m führt, ist wie die Fahrt durch einen Garten

Lavaelefant - Wahrzeichen Catanias

Eden, durch reiche Obst- und Weinterassen inmitten der Lavafelder und mit phantastischen Aussichten nach beiden Seiten. Ein Muss für Eisenbahnfreunde und etwas Besonderes in Europa. Ein Ausbruch des Ätna in 1669 und ein Erdbeben in 1693 zerstörten Catania, das etwa 30 km südöstlich des Vulkans liegt. Der Wiederaufbau Catanias schuf eine wundervolle spätbarocke Stadt, die zusammen mit anderen Barockstädten des Südosten Siziliens auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes steht.

Ferrovia Circumetnea

Landschaft bei Taormina

10/05/2011 – Have crossed the “Strait of Messina” on Monday and am in Sicily now, where I’ve spend the days around Mount Etna. Mount Etna is one of the most active volcanoes in the world. The fertile volcanic soils support extensive agriculture with vineyards and orchards spread across the lower slopes of the mountain. Mount Etna is huge. The massif covers a zone of circa 1.250 km² and has a

Ferrovia Circumetnea in Lavafeldern

circumference of about 250 km. The mountain has more than 300 satellite cones. In the north-east goes a beautiful road up to 2.000 m, which crosses several vegetation zones at the mountain and ends in an area, where some of the younger but mighty lava coulees came down. Next I decided to make a trip with “Ferrovia Circumetnea” (FCE), a narrow-gauge regional railway line, which was constructed between 1889 and

Landschaft am Ätna

1895 and follows a route of 110 km in length from Riposto to Catania (or return), which almost encircles the Etna volcano. FCE runs a kind of rail busses, is very cheap and is used by the locals and few tourists. Especially the first half of the trip up to the highest point at circa 1.000 m is like a trip through the Garden of Eden, through rich fruit- and wine-terraces in the lava fields and terrific views to both sides.

Lavafeld am Ätna

Altogether a must for friends of railway travel and something special in Europe. A volcanic eruption of the Mount Etna in 1669 and an earthquake in 1693 destroyed Catania, which is 30 km south-east of the Vulcano. The reconstruction of Catania made a wonderful late-baroque town, which is together with other baroque towns in the south-east of Sicily as World Heritage Monument on the UNESCO List.

Catania

Syrakus

08.10.2011 – Ich bin jetzt in der südöstlichen Ecke Siziliens, die voller Sehenswürdigkeiten ist. Ich habe Syrakus besucht, wo ich bereits 1979 und 1983 jeweils auf dem Weg nach Malta war. Syrakus hat sich sehr verändert und die auf der Insel Ortygia gelegene Altstadt ist jetzt sehr elegant geworden. 30 km westlich in dramatischer Landschaft liegt die Nekropole Pantalica mit über 5.000 Felsengräbern aus der Zeit

Steiniger Fußweg in der Pantalica Nekropolis

zwischen dem 13. und dem 7. Jahrhundert vor Christus. Pantalica liegt auf einem von Schluchten umgebenen Plateau und bietet eine der schönsten Wanderungen, die man in Sizilien machen kann, wenn auch manche Strecken etwas rauh sind. Von hier habe ich meine Tour zu den Barockstädten des “Val di Noto” fortgesetzt. Viele Städte der Gegend teilten das Schicksal von Catania – sie wurden durch das

Noto

Erdbeben von 1693 zerstört und danach in reichem Barockstil wieder aufgebaut. Einzigartig schöne Ensembles im Südosten der Insel. Ich besuchte gestern Noto und heute Modica und Ragusa und bin nun auf dem Weg in das “Valle dei Templi” in Agrigent – vom Barock zurück in die griechische Geschichte Siziliens aus dem 5. Jahrhundert vor Christus.

Syrakus

10/08/2011 – I’m in the south-east corner of Sicily now, which is full of sights. Have visited Syracuse, where I was already 1979 and 1983, in each case on my way to Malta. Syracuse has changed a lot and the center of the old town on Ortygia Island is very elegant now. 30 km to the west in a dramatic landscape is the Pantalica Necropolis with more than 5.000 tombs in the rocks dating from the 13th. to the 7th. century BC.

Pantalica Nekropolis

Pantalica is located on a plateau surrounded by canyons, one of the most beautiful hikes you can have in Sicily, but sometimes a little rough. From here I continued my tour to the baroque cities in the “Val di Noto”. Many cities in the area shared the destiny of Catania – they became destroyed in the earthquake of 1693 and were reconstructed in rich late barocke style. Unique and beautiful ensembles in the south-east of the

Balkon in Modica

island. I visited Noto yesterday plus Modica and Ragusa today and am now on the way to the “Valle dei Templi” in Agrigento – from the baroque back to the greek history of Sicily in the 5th. century BC.

Ragusa

Noto

Modica

Ragusa

Heratempel - Agrigent

12.10.2011 – Agrigent, Selinunt und Segesta heißen die Zauberworte für griechische Historie im Süden und Westen Siziliens. Alle drei Ausgrabungsstätten sind unterschiedlich. Agrigent ist UNESCO Welterbe und ist eine monumentale Anlage. Selinunt, teilweise auf einer Klippe unmittelbar am Meer gelegen, ist gewissermaßen romantisch. In Selinunt muss man Sonnenaufgänge oder

Selinunt

Sonnenuntergänge erleben, dann vermittelt die Tempelanlage ihr besonderes Flair. Segesta, an den Hängen des Monte Barbaro, hat den besterhaltenen dorischen Tempel und liegt zudem in einer dramatische Landschaft. Das waren die Aktivitäten der letzten Tage, verbunden mit kleinen Küsten- und Bergdörfern, schönen Stränden, süßem Wein aus Marsala, einer eindrucksvollen Salzgewinnungsanlage in den

Segesta

flachen Wassern der Westküste, das antike Eryx (Erice), auf einem 750 m hohen Berg gelegen, und heute Abend der Altstadt von Trapani. Morgen folgt die Besichtigung von Palermo, dann die Nordküste und die Aeolischen Inseln.

Windmühle in der Saline bei Marsala

Heraklestempel - Agrigent

10/12/2011 – Agrigento, Selinunte and Segesta are the magic words of Greek history in the south and west of Sicily. All three archaeological sites are different. Agrigento is a UNESCO World Heritage site and is a monumental complex. Selinunte, partly on a cliff directly on the sea, is, so to speak, romantically. You have to experience Selinunte around sunrise or sunset, then the temples have its special flair.

Segesta

Segesta, on the slopes of Monte Barbaro, has the best preserved Doric temple and is also in a dramatic landscape. These were the activities of the last days, coupled with small coastal and mountain villages, beautiful beaches, sweet wine from Marsala, an impressive salt extraction plant in the shallow waters of the west coast, the ancient Eryx (Erice), located on a 750 m high mountain, and tonight the old

Saline

town of Trapani. Tomorrow the visit of Palermo shall follow, then the northern coast and the Aeolian Islands.

Marinella de Selinunt

Über den Wolken in Erice

Castellammare del Golfo

Scopello

La Zisa - Palermo

In der Kathedrale von Monreale

17.10.2011 – Das touristische Programm ging wie angekündigt weiter. Ich verbrachte zwei Tage in Monreale und in Palermo. Diese Stadt ist lebhaft, anarchisch und hat so viele Sehenswürdigkeiten, von denen ich die Capella Palatina im alten Normannenpalast, die schräg gegenüber liegende Chiesa San Giovanni degli Eremiti und einige Lebensmittelmärkte in den ziemlich heruntergekommenen Straßen der Altstadt besonders hervorheben will. An der Nordküste entlang nach Cefalu holte mich dann das schlechte Wetter ein. Die teilweise heftigen Regenfälle dauerten die ganze Nacht an und auch noch am Samstag sah es trostlos aus. Ich sah einen

Blick auf Lipari

der geplanten Höhepunkte meiner Reise, nämlich die Äolischen Inseln, schon im schlechten Wetter versinken. So packte ich eine warme Jacke und eine Regenjacke mit ein und kaufte einen Schirm. Mein Auto steht nun unbeaufsichtigt in den Straßen von Milazzo (hoffentlich geht das gut) und ich bin am Samstag nach Lipari übergesetzt. Ich mache auf diesen wunderschönen Inseln mal

Rinella auf der Insel Salina

wieder einen Urlaub vom Urlaub. Schon am Sonntag weckte mich morgens eine wieder strahlende Sonne, die durch die Terassentür meines schönen kleinen Hotels mit wunderbarer Aussicht auf die Stadt Lipari fiel. Die Temperaturen sind jetzt herbstlich, aber die Sonne begleitet mich wieder. Und nach zwei Tagen auf Lipari setzte ich heute auf die Insel Salina über. Salina ist ein Wanderparadies und ich will auch nicht faul sein, wie ich es in Lipari war. Diesmal besteht also die touristische Pflicht aus Wandern.

Cefalù

San Giovanni degli Eremiti

10/17/2011 – The tourist program continued as announced. I spent two days in Monreale and in Palermo. This city is lively, anarchic and has so many attractions, of which I want to emphasize Capella Palatina in the old Palace of the Normans, the diagonally opposite Chiesa San Giovanni degli Eremiti and some grocery markets in the rather run-down streets of the old town. Then on the north coast near Cefalu

Mein Hotel in Leni - Insel Salina

picked me up the bad weather. The heavy rains lasted all night and even on Saturday it looked bleak. I saw one of the highlights of my planned trip, the Aeolian Islands, already sinking in bad weather. So I grabbed a warm jacket and a rain jacket on and bought an umbrella. My car is now unattended in the streets of Milazzo (hopefully that goes well) and I took a boat to Lipari. I do on this beautiful island once again a vacation from my

Sonnenuntergang auf Salina

vacation. On Sunday morning I was awakened by a re-radiating sun, that came through the patio door of my beautiful little hotel with wonderful views of the city of Lipari. The temperatures are now autumnal, but the sun is with me again. Since today I’m on the island of Salina. Salina is a walker’s paradise and I do not want to be lazy, as I was in Lipari. So this time the tourist duty consists of walking.

18.10.2011 – Einige Bilder von Wanderungen rund um Leni (Insel Salina)

10/18/2011 – Some pictures from hikes around Leni (Salina Island)

Früchte des Feigenkaktus

Ausbruch des Ätna

21.10.2011 – Schnell gingen die schönen Tage auf den Äolische Inseln zu Ende. Zurück in Milazzo fand ich mein Auto unversehrt vor und machte mich auf zu einer letzten Etappe, die in das Innere der Insel führen sollte. Schon in Palermo war mir aufgefallen, dass mindestens 80 % aller Autos beschädigt waren. Ein Tribut an die teilweise superengen Straßen in Süditaliens Altstädten. Dieses Pech erreichte auch mich noch am selben Abend nach Einbruch der Dunkelheit. Auf dem Weg nach Enna schickte mich mein Navi quer durch die Bergstadt Catenanuova und in der dortigen Altstadt in eine Engstelle, die sich letztlich als zu eng erwies. Im Vertrauen auf die Befahrbarkeit achtete ich zu sehr auf die linke Fahrzeugseite, bis es rechts knirschte. Ich hatte die Mauer

Bikinimädchen - Villa Romana del Casale

touchiert. Beim Zurücksetzen blieb ich dann mit dem Schweller der linken Seite an einer Bordsteinkante hängen, sodass es auch da vernehmlich krachte. Im Ergebnis ein Lackschaden am vorderen rechten Kotflügel und eine Kaltverformung des Plastikschwellers vor dem linken hinteren Radkasten. Nichts Schwerwiegendes, aber dumm gelaufen. Bleiben noch die letzten Sehenswürdigkeiten, die ich in

Caltagirone

Sizilien besuchte. Die auf einem Berg gelegen Stadt Enna im Zentrum Siziliens, die prachtvollen Mosaike der Villa Romana del Casale in Piazza Armerina und Siziliens Keramikzentrum Caltagirone, dessen berühmte Treppe Scala Santa Maria Del Monte 142 mit Keramikkacheln verzierte Stufen hat. Heute Nachmittag bin ich wieder nach Kalabrien übergesetzt und auf dem Weg nach Basilicata und an die Adriaküste. Von dieser letzten Etappe der Reise werde ich in Kürze auf einer neuen Seite “Italy III” berichten.

Rinella - Insel Salina

Tragflügelboot zwischen Äolischen Inseln

10/21/2011 – Soon the days on the beautiful Aeolian Islands went to the end. Back in Milazzo I found my car intact and made ​​my way to a final stage, which should lead into the interior of the island. Even in Palermo I had noticed, that at least 80% of all cars were damaged. A tribute to the partial super narrow streets in old towns of southern Italy. I received that bad luck same evening after dark. On the road to Enna sent me my GPS across the mountain town Catenanuova and processed in the old city into a bottleneck, which ultimately proved too narrow. In reliance on the trafficability I paid too much attention on the left side of the vehicle until it crunched right. I had touched the wall. When resetting, I have remained with the sill of the left hanging on a curb, so

Die große Jagd - Villa Romana del Casale

that it creaked loudly as well. As a result, a paint damage on the right front fender and a cold plastic deformation of the sill in front of the left rear wheel well. Nothing serious, but went stupid. Then the last sights that I visited in Sicily. Situated on a hill the town of Enna in central Sicily, the magnificent mosaics of the Villa Romana del Casale in Piazza Armerina and Caltagirone ceramics center of Sicily, whose famous Scala Santa

Caltagirone

Maria del Monte stairs 142 steps are decorated with ceramic tiles. Since this afternoon I am back to Calabria and Basilicata and on the way to the Adriatic coast. From this last leg of the trip, I will report shortly on a new page “Italy III”.

Besucherzähler

One Response to Italy II (Sicily)

  1. Erika Nophut says:

    Ich kann jetzt verstehen, dass das Reisen (nicht das Ankommen) Dich so sehr begeistert.
    Du träumst nicht Dein Leben sondern Du lebst Deinen Traum.
    Liebe Grüße
    Erika

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